40 Abschiedslied Kindergarten Text

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Mit Kindern über Abschied, Sterben und den Tod sprechen Was ist der QR-Code? 3 Schritte: Einscannen eines QR-Codes: Der Wegweiser zu Ihrer Pressemitteilung - ganz ohne tippen! Mit Hilfe der QR-Codes, die auf der Druckversion jeder Pressemeldung abgebildet sind, finden Sie jederzeit mit dem Handy auf die entsprechende Online-Seite der lifePR zurück - ohne die URL mühsam einzutippen. Doch wie funktioniert das Einscannen dieses QR-Codes? - Unsere Grafik zeigt die drei simplen Schritte. Alles, was Sie dafür brauchen, ist ein internetfähiges Handy oder Smartphone mit eingebauter Kamera und eine QR-Code-Lese-Software. QR steht für Quick Response - mit einem Schritt kommen Sie schnell auf eine Webseite. QR-Codes funktionieren wie Strich-Codes, die Sie beispielsweise auf Ihrer Milchtüte finden. Eine Software entschlüsselt den QR-Code und führt Sie direkt auf eine Webseite - so brauchen Sie die Internetadresse nicht einmal zu kennen, um sie zu erreichen. Joškos Kinder Ein Gespräch mit dem Historiker Dr. Klaus Voigt über Josef Indig aus Kroatien und eine Zeitreise durch Josef Indigs Bericht… Von Christel Wollmann-Fiedler Die Zionistin Recha Freier, Ehefrau des Oberrabbiners Moritz Freier aus Berlin, schickte 1941 Kinder auf die Alija nach Palästina. Auch Sonja Borus aus der Choriner Straße in Berlin war dabei. Von Zagreb aus sollte die Gruppe weiter mit dem Zug über Istanbul nach Haifa fahren. Über hundert Kinder konnten mit Recha Freier ins Land der Rettung kommen, anderen fehlten die Papiere, sie blieben zurück. Dem Kroaten Josef Indig überließ Recha Freier über 40 Kinder aus Österreich und Deutschland. Aus einer deutschsprachigen kroatischen Familie kam Josko Indig wurde 1917 in Virovitica, nahe der ungarischen Grenze geboren, in Osijek wuchs er auf, wo der Vater Kantor der Synagoge war. Ihr, Recha Freier, gab er sein Versprechen, die Kinder heil nach Palästina zu bringen, was ihm nach Jahren der Flucht vor den Nazis und großen Umwegen gelang. In seinem Heimatort war Indig Mitglied des zionistischen Jugendverbandes „Ha-Schomer Hazair“, später durfte er als Menachel Gruppen mit Jüngeren führen, übernahm bereits als Jugendlicher Verantwortung. Die deutsche Wehrmacht besetzte Kroatien 1941, Indig floh mit der Gruppe nach Süd Slowenien, dem von Italien annektierten Gebiet. Ein Jahr lebten die Kinder in dem alten Jagdschloss Lesno brdo westlich von Ljubljana. Der Partisanenkrieg zwang die Gruppe zum Aufbruch. Mit Hilfe der italienischen Organisation Delasem fanden sie 1942 Zuflucht in dem kleinen Städtchen Nonantola in der Provinz Modena in Norditalien. Die Villa Emma wurde für einige Zeit ihr Zuhause. C.W.-F. Recherchiert hast Du in Nonantola und anderswo über das Schicksal der Kinder, Du hast Bücher darüber geschrieben und wurdest sogar Ehrenbürger von Nonantola. Wie bist Du zu diesem Thema gekommen? K.V.  Der Bürgermeister von Nonantola hat mich eingeladen. Er suchte einen Autor für eine Geschichte der Kinder der Villa Emma. Zuvor hatte er sich an das Jüdische Dokumentationszentrum in Mailand gewandt, das mich als Autor empfohlen hat, und er hat mich akzeptiert. C.W.-F. Hattest Du denn zuvor schon über Juden in Italien geschrieben? K.V. Ja, zuvor hatte ich das Buch „Zuflucht auf Widerruf – Exil in Italien“ in zwei Bänden, geschrieben und herausgegeben, war in die Materie eingearbeitet, kannte auch die Geschichte der Kinder der Villa Emma, hatte das Thema in meinen Büchern aber nur beiläufig erwähnt. C.W.-F. Du hast dann viele Jahre in Nonantola gearbeitet, bekamst sogar ein Büro im Rathaus… K.V. Büro ist wohl übertrieben. Ich war immer herzlich willkommen und konnte im Büro der Archivleiterin Ombretta Piccinini gut mit ihr zusammenarbeiten. Ein eigenes Büro hatte ich nicht. Die Einladung kam im Herbst 1995, und angefangen zu Arbeiten habe ich in Nonantola ab Mitte 1996, nachdem ich mich kundig gemacht habe, ob die Archive genug Material für ein Buch hergeben. Ich konnte mich nicht sofort engagieren, ohne die Archivbestände gesehen zu haben. C.W.-F. Wie lange hast Du an dem Buch“ Kinder der Villa Emma“, was  zuerst auf Italienisch herauskam, gearbeitet? K.V. Insgesamt habe ich dreieinhalb Jahre an dem Buch gearbeitet. Das Buch erschien zuerst auf Deutsch beim Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin. Professor Wolfgang Benz hatte sich für das Thema interessiert, hat mir auch ein bisschen Unterstützung besorgt, deshalb kam es dann in seiner Reihe „Solidarität und Hilfe für Juden in der NS Zeit“ heraus. Das war die 1. Auflage. Das Buch wurde dann erst ins Italienische übersetzt. Vor Jahren erschien in Berlin die 2. Auflage in Deutsch. Auf Italienisch sind zuerst die Erinnerungen von Josko erschienen mit dem Titel „Anni in fuga“ und sie  wurden finanziert von der Regione Emilia Romania. Später kam dann erst die deutsche Ausgabe mit dem Originaltext „Joškos Kinder – Flucht und Alija durch Europa, 1940 – 1943“ im Jahr 2006 im Berliner Verlag Das Arsenal dazu. Ingeborg Hunzinger in Nonantola C.W.-F. In dem Jahr, an dem Tag, als Du die italienische Ausgabe in Nonantola vorgestellt hast, stellte Ingeborg Hunzinger, die Bildhauerin aus Berlin, in Nonantola den Flötenspieler auf. Für die Kinder der Villa Emma hatte sie dieses große Kunstwerk gestiftet. K.V. Die Skulptur war ursprünglich für die Gedenkstätte des Lagers Ferramonti-Tasia im Süden Italiens bestimmt. Da sie dort aber nicht aufgestellt werden konnte kam sie nach Nonantola. C.W.-F. Zwei Drittel der Kinder sind nach dem Krieg über Marseille und Barcelona mit dem Schiff nach Haifa gefahren und andere gingen zu überlebenden Familienangehörigen oder auch in Länder zurück, wo sie herkamen. K.V. Nach Deutschland ist keiner zurückgegangen, nach Österreich auch nicht, nach Jugoslawien sind einige zurückgekehrt. Vorher, als die Deutschen Nonantola besetzt hatten, gingen einige Ältere allein auf den Weg nach Süden, meist schon Achtzehnjährige und Josko war klar, dass er sie nicht halten kann. Sie sind mit dem Fahrrad losgefahren und drei sind tatsächlich in Süditalien über die alliierte Front hinweggekommen, hatten es geschafft. Sie waren dann als erste in Palästina, zwei sind zu den Partisanen gegangen und fünf kehrten nach Nonantola zurück, sind dann im November 1943 auch in der Schweiz angekommen. Eine zeitlang tauchten sie in Rom unter, die Front war bereits in Monte Casino, und es gab kein Durchkommen mehr Deutsche Truppen kamen im September 1943 nach Nonantola und jedem wurde klar, dass die Kinder in Sicherheit gebracht werden mussten. Mit Hilfe des katholischen Priesters Don Arigo Beccari und  dem Amtsarzt Guiseppe Morali brachten Josef Indig und die anderen Betreuer die 73 Kinder und Jugendlichen in drei Gruppen bei Nacht und Nebel über Mailand in die Lombardei bis an die Schweizer Grenze, durchwateten die Tresa, den Grenzfluss, bei Nacht und gelangten in den Kanton Tessin. In Europa tobte der 2. Weltkrieg, Juden wurden in den Gaskammern ermordet, Soldaten fielen an der Front, Städte wurden zerbombt. Eineinhalb Jahre verbrachte die Gruppe in den Schweizer Bergen, zuletzt in der Villa des Bains in Bex im Rhonetal und wurde auf die Alija in Palästina vorbereitet. Im Juni 1945 befinden sich die Kinder bereits auf dem Weg  nach Palästina, am 18. Juni 1945 erreicht das Schiff den Hafen von Haifa. C.W.-F. Josef Indig lernte bereits in der Schweiz seine zukünftige Frau Lilli kennen, später lebten sie im Kibbutz Gat im Süden Israels. Indig wurde Lehrer, dann Schulleiter. Im Kibbuz Gat hast Du Joschko Indig,  der sich in Israel Yosif Itai nannte und seine Frau Lilli, geborene Bernhard, getroffen. Bitte, erzähl mir von Eurer Begegnung? K.V. Lilli kam aus Berlin, stammte aus einer alteingesessenen jüdischen Familie aus der Mark Brandenburg.  Ein richtiges Fluchtschicksal hat sie hinter sich gebracht. Über Belgien und Frankreich ist sie mit ihrem kleinen Bruder in die Schweiz gelangt und beide konnten in der Schweiz bleiben. Sie hatte sich in Belgien bereits zionistisch orientiert, in der Schweiz in der  Zionistenvereinigung  lernten  sich Lilli und Josko kennen, haben geheiratet und sind zusammen nach Palästina gegangen. Zum ersten Mal begegneten wir uns im Dezember 1995. Yad Vashem hatte die „Kinder“ eingeladen zu einer Zusammenkunft anlässlich der fünfzigsten Wiederkehr ihrer Einreise nach Palästina (Israel), 1945-1995. Auch der Bürgermeister von Nonantola wurde eingeladen, und ich bin mit ihm dorthin gefahren. Da habe ich viele der „Kinder“ zum ersten Mal gesehen und auch kennengelernt. Einige haben durch mich von der Veranstaltung gehört und sind dazugekommen, die keine Kontakte mehr zu den anderen hatten, z.B. Jakob Alteras, ein Arzt, der zuletzt Professor in Gießen war. Er begleitete die jugoslawischen Kinder von Split nach Nonantola  und hatte später keinen Kontakt mehr zu ihnen. In Israel war er dann die große Überraschung. C.W.-F. Hast Du Josko im Kibbuz Gat besucht? K.V. Ja, er hatte mich eingeladen, ich war einige Tage im Mai/Juni 1996 bei ihm und Lilli zu Gast. Ausgiebig haben wir Gespräche geführt. Es war sein Wunsch, vielmehr der Wunsch von Lilli, dass das Buch Joškos Kinder auch in Deutsch erscheinen soll. Ich bekam das Manuskript, es war aus dem Jahr 1945, doch eher ein Entwurf mit Wiederholungen, Streichungen, ein sehr unfertiges Manuskript, eher eine Kladde. Aufgrund dieses Manuskripts hat er 1983 eine hebräische Ausgabe fertiggestellt. Von den 460 Seiten sind allerdings nur 230 übriggeblieben. Für mich kam dann die Frage, wie kann ich den Text überarbeiten, die hebräische Ausgabe konnte man nicht zugrunde legen, man konnte ja nicht einen deutschen Text aus dem Hebräischen zurückübersetzen, dann hätte man zwei deutsche Texte gehabt, das ging nicht. Ich musste mich mit dem Originalmanuskript auseinandersetzen, Josko war 1998 gestorben, ich habe alles mit Lilli besprochen, war oft bei ihr, gab ihr das Manuskript zum Lesen und wollte wissen, ob sie damit einverstanden war. Den Text habe ich allerdings auch stark gekürzt, doch anders als in der hebräischen Ausgabe. Ich hatte das Glück, über eine englische Übersetzung zu verfügen. Diese Übersetzung stammte von Josef Zamoyre (in den USA Zamora genannt) in New York, der sie mir anvertraut hatte, als ich ihn in New York besuchte. Zamoyre gehörte zu den Kindern der Villa Emma in Zagreb und Lsno brdo, ist dann zu seinem Vater in die freie Internierung gegangen, war nicht in der Villa Emma. Mit dem Vater wurde er nach Auschwitz deportiert, wo der Vater ermordet wurde. Er war jung und hat überlebt, ging nach Italien zurück und von da nach Amerika. Er ist ein bedeutender Chemiker gewesen, hat an der Columbia Universität studiert und teilweise unterrichtet. Ich habe ihn in einem sehr bösen gesundheitlichen Zustand erlebt mit schwerem Parkinson, aber geistig völlig in Ordnung. Er gab mir diese Übersetzung. So wußte ich, was Josko ausgewählt hatte für seine hebräische Ausgabe, ich konnte sie nicht lesen, kann kein Hebräisch. Aufgrund dieser Übersetzung habe ich dann meine deutsche Auswahl getroffen und noch ein bisschen mehr dazugegeben, ein wenig länger konnte ich den Teil von Nonantola gestalten, auch die Flucht in die Schweiz schien mir etwas zu kurz gekommen zu sein in seiner Ausgabe. Ein wenig weicht die deutsche Ausgabe von der ursprünglichen hebräischen ab. C.W.-F. Die hebräische Ausgabe soll Recha Freier herausgegeben haben? Hast Du sie damals in Israel auch kennengelernt? K.V. Recha hat ein Vorwort geschrieben. Nein, Recha habe ich nicht kennengelernt, doch die Tochter Maayan. Sie habe ich mehrere Male in Jerusalem besucht und mit ihr Briefe gewechselt. Wir haben natürlich über ihre Mutter gesprochen. Recha lebte damals gar nicht mehr, als ich nach Israel kam. C.W.-F. Ich komme nochmal auf Josko Indig zurück. Er kam aus Kroatien, war Jude, hatte jüdische Eltern. Die Kroaten gingen auch nicht zimperlich mit den Juden um. Haben die Eltern überlebt? K.V. Nein, beide sind deportiert und ermordet worden. Sein Bruder hat überlebt, sogar in Kroatien. Er war im Widerstand. Gestern habe ich das Gespräch mit dem slowenischen Übersetzer von „Joškos Kinder“ geführt. Er wollte wissen, wo Indig Nachforschungen nach dem Partisanenchef der Gegend von Lsno brdo durchgeführt hat. Er war sich nicht klar, ob in slowenischen oder kroatischen Archiven. Ich konnte ihm nur so viel sagen, dass Indig seinen Bruder besucht hat, der damals in Zagreb lebte und über den Partisanenführer in Lesno brdo  in kroatischen Akten etwas gelesen hat. Der Partisanenführer ist wenige Monate später gefallen nachdem er sich in Lesno brdo im Jagdschloss aufgehalten hatte. C.W.F. Du sagtest, daß der Text ins Englische übersetzt wurde? K.V. Ja, aber nicht verlegt, das ist ganz wichtig!  Die Amerikaner haben für einen sozialistischen, zionistischen Text überhaupt kein Interesse gehabt. Zamoyre hat vergeblich nach Verlegern gesucht in den USA, niemand hat reagiert. C.W.F. Warum ist erst 2006 Indigs Buch in einem Berliner Verlag erschienen? K.V. Man kann nicht alles auf einmal machen. Das Buch über die Kinder der Villa Emma habe ich herausgebracht, dann kam noch die Ausstellung über die „Kinder der Villa Emma“, die durch 40 Städte in Europa gegangen ist. Ein Historiker bemerkte: Mehr Stationen als die Deutsche Wehrmachtsausstellung. Den Parcour durch Europa habe ich weitgehend organisiert. Das alles hat sehr viel Zeit gekostet. C.W.F. Danke! Ehrenbürger von Nonantola wurdest Du. Ich wage nicht zu fragen, kenne fast die Antwort… K.V. Aufgrund der Bücher und der Ausstellung! In dem Tagebuch „Joškos Kinder – Flucht und Alija durch Europa, 1940-1943“ Josef Indigs Bericht im Verlag Das Arsenal, Berlin, erfahren wir über das tägliche Leben der Gruppe und ihre ganz persönlichen Nöte. Josko hatr die Kinder sicher begleitete, in ihre kindlichen Seelen geschaut, ihr tägliches Leben organisiert und versucht, ihre Not zu mindern. Auch über die Probleme der heranwachsenden Jugendlichen erfahren wir in seinen Erinnerungen. Indig erzählt, wie politische Pakte geschlossen werden, wie Pakte auseinanderbrechen, wie neue Regierungen gebildet werden in Jugoslawien und dort Juden verschwinden und ermordet werden. Wir lesen, dass hunderte von Kinder umgebracht wurden, über die jüdischen Bewegungen und Organisationen erfahren wir.  Geld benötigte Indig, um „seine“ Kinder über Wasser zu halten und Schmiergeld für bestimmte Leistungen zu haben. Nachts hört Josko die Kinder sprechen, die sich im Traum mit Vater und Mutter unterhalten, andere wimmern im Schlaf, haben Heimweh. Einige Jungen haben bereits die Bestien, die SS, kennengelernt. Kroatien geht inzwischen unmenschlich mit den Juden um, die Flucht ins von Italien besetzte Slowenien ist geplant, obwohl bereits hunderte von Flüchtlingen dort leben. Die Delasem gibt aus Italien Geld für die Versorgung der Kinder, die oft mit knurrendem Magen zu Bett gehen müssen. Noch besteht ein großer politischer Unterschied zwischen Kroatien und Slowenien. Juden und Kommunisten und Geiseln werden aufgespürt und ermordet in Zagreb. Wir erfahren, wie Josko Indig unter großem Einsatz und unter größten Schwierigkeiten die Kinder von Land zu Land schmuggelt in einer höchst gefährlichen politischen Zeit. Wir hören von mehr und mehr Flüchtlingskindern, die zu ihnen kommen aus Deutschland, Österreich und Jugoslawien. Ihre Eltern mussten bleiben, wurden deportiert und ermordet in den Konzentrationslagern. Ein kaum zu fassender Verlust für diese Kinder. Auch in den besetzten Gebieten gibt es den einen oder anderen Helfer. Von der Ankunft in Lesno brdo, dem früheren österreichischen Schloss erzählt Josko, er erzählt über die neue Hachschara, er beschreibt die Räume und deren Nutzung, das Klavier in der Ecke ist die große Überraschung. Mitten im Wald gelegen ist das Schloss, 15 km von Ljubljana entfernt. Ein Jahr soll es das Zuhause der Kinder und Jugendlichen und deren Betreuer werden.  Auch über den Sabbat, dem freien Tag für Ausflüge erfahren wir. Über Erez wird gesprochen, über die Wünsche, die sie dort für die Zukunft haben, wenn sie angekommen sind. Vor der rechtsextremen kroatischen Regierung, der Ustachi,  sind sie geflohen, ohne elektrisches Licht versuchen die Kinder sich ein gemütliches Heim zu gestalten, produktive Gartenarbeit gehört dazu, Gemüse und Kartoffeln müssen zur Eigenversorgung angebaut werden. Oft schlafen sie hungrig ein. Der Freitag abend ist heilig, der Schabbes beginnt und festlich wird er begangen. In Zagreb geht das Morden weiter, Erschießungen sind an der Tagesordnung und Gold wird erpresst. Noch ist in Slowenien Ruhe. Briefe aus der Heimat bringen den Kindern meist nichts Gutes, viele Eltern waren bereits abgeholt und ermordet worden. Bibliotheken mit deutschsprachigen Büchern werden in der Umgebung gesucht, organisierter Schulunterricht und sportliche Aktivitäten gehören zum Tagesablauf. Endlich im Herbst werden elektrische Leitungen im Schloss gelegt und Rosh-Ha-Shana muss geplant werden. Die immer wiederkehrende Sehnsucht der Kinder nach ihren Müttern gehört zum täglichen Leben, vor Jahren hatten sie sich verabschiedet. Kinder sprechen Kaddisch (Totengebet) für die Gestorbenen, ein Kind gibt Trost dem anderen. Rosh Ha Schana 5702 sollte ein großes Fest werden, doch die Traurigkeit überkommt die Kinder, weinend ziehen sie sich zurück. Die Gedanken an zu Hause haben sie überwältigt, einige schreien nach ihren Müttern. Der Frühling hält Einzug, die Luft riecht nach Partisanenkämpfen, sie spüren Veränderungen, keine guten, das ist sicher. Ältere Jungen wollten die  Partisanen anwerben. Auch in Slowenien werden bereits Dörfer angezündet und Menschen und Tiere erschossen. Trotz aller Nöte und Sorgen werden Klavierabende veranstaltet. Zwischen Partisanen und Faschisten befinden sich die Jungen und Mädchen, trotz allem wird Chopin gespielt und der Sederabend dauert bis spät in die Nacht, der Opernabend in Llubljana ist ein Erlebnis. Kalt wird der Winter, das Holz reicht nicht, die Quelle unterhalb des Berges friert ein. Das Schloss verfällt im Schmutzchaos, doch die Leseabende am kleinen Ofen minimieren die Nöte des Tages, Chanukka, das Lichterfest wird festlich begangen, kleine Geschenke werden verteilt und bringen Freude. Als das Dorf Koreno brennt, wird es ernst. Partisanen  nehmen der Kindergruppe die Nachtruhe. Über Nacht nehmen die Kinder und ihre Begleitert Abschied von Schloss Lesno brdo, wo sie ein Jahr zubrachten, ein schönes Jahr, wie die meisten bemerken. Indig schreibt in seinem Tagebuch „ Schön war es in Lesno brdo gewesen! Es war der schönste Winkel auf Gottes Erde, den wir bisher gesehen hatten! Reinste Romantik!“ Bauern mit Pferden bringen ihr Hab und Gut zum Bahnhof. Die Delasem aus Genua hat organisiert, einen Waggon für sie und einen Gepäckwaggon hat sie reserviert. Nach Modena geht die Fahrt, wo sie morgens ankommen. Im Land der Faschisten müssen sie gleich am Morgen die Synagoge besuchen, was sie so nicht kennen. Das Leben scheint ruhiger im Land Mussolinis zu laufen. Im recht großen Dorf Nonantola, mit römischer Vergangenheit und eine der ältesten Abteien Italiens, beziehen die Kinder die Villa Emma, am Rande des Ortes, die der Architekt Carlo Sacerdoti 1898 für einen jüdischen Landbesitzer gebaut hat. Sie werden einige Monate in diesem übergroßen Haus wohnen in ländlicher Umgebung. Langsam leben sie sich ein, Delasem finanziert. Die meisten jüdischen Mitarbeiter von Delasem waren noch vor kurzem stramme Faschisten gewesen, die zinonistisch und sozialistisch liberalen Juden waren längst in den Lagern, schreibt Indig 1942. Der Amtsarzt Moreali und der Priester Don Arrigo Beccari werden Indigs Verbündete. Die Kinder werden landwirtschaftlich von dem Bauern Leonardi angeleitet, zu Jakoovs Bar Mizwa kommt ein Rabbiner aus Modena. Keine gute Atmosphäre herrscht  zwischen der Delasem und der Villa Emma, bemerkt Josko. Das italienische Judentum ist streng und soll von der Flüchtlingsjugend eingehalten werden. Josko Indig bekommt eine Nervenkrise, die Delasem muss wegen der Bombenangriffe Genua verlassen und zieht in die Villa Emma zu den Kindern. Anfang April 1943 werden dreiunddreissig Kinder aus Split zu ihnen kommen. Inzwischen ist die Gruppe auf dreiundsiebzig Personen angewachsen, die ältesten „Kinder“ sind bereits zwanzig Jahre alt und befinden sich seit Jahren auf der Flucht. Ein Telegramm löst Alija-Träume aus, Monsignor Pelati zeigt den Kindern die Nonantolaer Abtei mit der romanischen Basilika. Die Aliierten bombardieren Bologna, die Villa Emma und ihre Flüchtlinge sind „toll vor Freude“ als Mussolini abgesetzt wird. Im August 1943 schreibt Indig in seine Kladde, dass die SS durchs Dorf marschiert und große Angst aufkommt. Deutsche Truppen bewegen sich in Italien, der Waffenstillstand bringt Freude, doch auch Skepsis, sämtliche öffentlichen Gebäude werden  von den Deutschen besetzt, die Hakenkreuzfahne weht von der Schule und plötzlich verlässt die Delasem Nonantola. Zwanzig Kinder werden bei Nacht ins Priesterseminar gebracht, die Nonnen versorgen uneingeschränkt die jüdischen Kinder. Andere kommen in bäuerlichen Familien in der Umgebung unter, die Bevölkerung beschützt sie. Nach Süditalien gehen mit den Kindern oder bleiben? Gefahr droht! In wenigen Tagen sollen sämtliche Juden in der Provinz Modena deportiert werden. Mit Cicibu dem Italiener fährt Indig zum Inspizieren an die Italienische Grenze, an die Grenze zum Kanton Tessin. Zurückgeschickte  jüdische Flüchtlinge begegnen ihnen. Verbündete jüdische Organisationen in der Schweiz werden ihnen, den Kindern und Begleitern, hoffentlich helfen. In Nonatola bereiten sich die ersten Kinder auf ihre Flucht in die Schweiz vor. Am 6. Oktober 1943 schleichen sie morgens heimlich zum Bahnhof. Der Zug wird sie über Mailand nach Varese bringen, von dort fahren sie mit der Tram nach Ponte Tresa und erblicken aus der Ferne die schneebedeckten Schweizer Berge. Eingeweihte Helfer warten auf die Flüchtlinge an unterschiedlichen Stationen, ein langer Fußmarsch folgt. Bei Dunkelheit steigt die Spannung, auch große Angst überkommt die Kinder. Die Schmuggler wollen Geld, immer mehr. Sie haben die Stelle  an der Tresa ausgesucht. Eine lange Schlange bilden sie, an die Hand nehmen sie sich, die Mädchen und die Jungen, die Kleinen und die Großen, der Fluß ist reißend. Weinende und mutlose Kinder werden von den größeren an die andere Seite des Ufers gezogen.  Angst haben sie vor den Deutschen Uniformen, doch es sind Schweizer Uniformen! Josef Indig beendet seinen Bericht: „In Anbetracht all dieser Umstände und der Besprechungen, die in diesen Tagen stattgefunden haben, hat die zentrale Behörde der Schweizer Eidgenossenschaft entschieden, daß Sie meine Damen und Herren, auf Schweizer Boden bleiben können. Wie? Also doch! Jetzt lächelt der Hauptmann. Warum hat er uns denn so lange gequält? Wir können bleiben! Wir können bleiben! Alex, du Guter! Einige schluchzen vor Freude. Man hört Weinen und Lachen. Alle fühlen sich einander verbunden. Wir sind gerettet!“ Bild oben: Ljubljana, (c) C. Wollmann-Fiedler Roman: Ben Lerners „Die Topeka Schule“: Bloß nicht als Pussy gelten TopekaBen Lerner ist erst Dichter, dann Autor. Sein erster Roman, „Abschied von Attocha“, las sich wie ein Dessert, ein Feuerwerk voll lyrischem Barock. Es war ein intellektuell dahinrasendes Buch über die Bedingungen der Möglichkeit authentischer Erfahrung – in der Kunst und anderswo. Der zweite, „10:04“, war eine Assemblage an Szenen, die man mit W. G. Sebald als Suche nach poetischer Wahrheit bezeichnen könnte. Ein sprachlich dichtes, selbstironisches Kreisen um die Absurdität, die in der Vorstellung von der Berechenbarkeit und Mitteilbarkeit der Welt liegt.  Doch „10:04“ war bereits romanhafter als Lerners Erstling. Es war das Frühstück, das auf das Dessert folgte. Beide Bücher sind jenem Genre zuzurechnen, das seit den Erfolgen von Autoren wie Rachel Cusk, Karl Ove Knausgård und Sheila Heti aus der Literatur nicht mehr wegzudenken ist: dem autofiktionalen Erzählen; der Innenspiegelung des Bewusstseins der Erzählstimme; des scheinbar direkten Übergangs der Gedanken des Autors in den Text. Lerners dritter Wurf, „Die Topeka Schule“, ist in diesem Bild das Abendessen. Wenngleich sprachlich nicht weniger raffiniert, ist der Roman doch ernster als Lerners frühere Bücher, in denen sich jeder Anflug von Aufrichtigkeit oft in glitzernden Nebelschwaden postmoderner Sprachspiele und ironischer Unbestimmtheit verlor. Oberflächlich handelt es sich bei „Die Topeka Schule“ um eine Coming-of-Age-Geschichte des hochbegabten Debattenkönigs Adam Gordon. Es ist derselbe Erzähler aus Lerners früheren Büchern. Nur lesen wir hier eine frühere Version von Adam. Die Geschichte beginnt Mitte der 1990er-Jahre, zur Zeit des von Francis Fukuyama eingängig postulierten „Endes der Geschichte“ in der Stadt Topeka im Bundesstaat Kansas. Die zentrale Konfliktlinie verläuft entlang der gewaltbesetzten Beziehung zwischen Adam und Darren, einem ehemaligen Klassenkameraden, dessen kognitive Defizite Adams Talente nemesisartig spiegeln. Lerners Roman ist eine Sozialstudie über die Verrohung von Sprache Auf einer tieferen Ebene aber handelt „Die Topeka Schule“ von der Verrohung der Sprache, insbesondere des politischen Diskurses. Sprache wird im Buch zum doppelten Vehikel: Einerseits ist sie eine Waffe, ein verletzendes Machtinstrument, die letztlich in der entmenschlichenden Sprache der Trump-Ära mündet. Andererseits ist sie aber auch das Werkzeug des Wunders der Kommunikation: der Möglichkeit, sich anderen mitteilig zu machen, Erlebtes (oder nur Gedachtes) sagbar werden zu lassen. Geschickt verflechtet Lerner diese verschiedenen Dimensionen von Sprache zu einem mehrdeutigen Manuskript. Die wechselnde Erzählerstimme – mal spricht Adam selbst, mal seine Eltern, die Psychologen Jane oder Jonathan – erzeugen eine merkwürdige Vertrautheit mit der inneren Widersprüchlichkeit der Geschichte. Die Erzähltechnik erinnert etwa an Sebalds „Die Ausgewanderten“ oder Nabokovs „Fahles Feuer“. Beim Lesen wirkt der Roman ungefähr so, als unterhielte man sich auf einer Party mit verschiedenen Mitbewohnern. Am Ende kristallisiert sich an den Außenrändern ein ambivalentes, aber komplexeres Bild heraus. Die Debatte wird zur Bühne der Sprache Adam ist besessen von der Idee, die Kunst der öffentlichen Debatte zu dominieren. Gleich am Anfang steht eine Szene, in der sein Debatten-Erfolg in typischer Lerner-Manier als Effekt eines Scheiterns beschrieben wird: In einem eigentlich inhaltsleeren Wettbewerb erlebt Adam unerwartet einen Moment flüchtiger Intensität, ein Aufblitzen von Wahrheit. Adam spürt, wie sich die Sachbedeutung dabei in reine Form gießt. Sein Anzug und seine Krawatte erscheinen ihm kostümhaft. Er wird, „während er so tat, als diskutierte er über Politik, von einem prosodischen Erlebnis ergriffen“. Adams jugendlicher Enthusiasmus wird zudem durch eine Technik verstärkt, die Nikolaus Stingl meisterhaft mit „Schnellsen“ („the spread“) übersetzt hat. In der Debatte wird einer vom anderen schlicht mit Fakten überfahren – zurück bleibt nur noch Rauschen. „Schon vor dem 24-Stunden-Nachrichtenzyklus, den Twitter-Stürmen, dem algorithmischem Handel“, so blickt Adam in seine Jugendjahre zurück, „wurden Amerikaner in ihrem Alltagsleben ‚geschnellst‘; unterdessen sprachen ihre Politiker weiter ganz langsam von Werten, die mit ihrer Politik nichts zu tun hatten.“ Wer diese Tendenz in die Zukunft projiziert, landet punktgenau im Hier und Jetzt. Kinder, die zu toxischen Männern werden Adams Mutter ist (wie Ben Lerners Mutter) eine viel gelesene Feministin, die sogar in vermeintlich progressiven, psychoanalytischen Kreisen patriarchale Strukturen entlarvt. „Auf der Couch wieder mal der Penisneid-Vortrag: Der Diagnose Penisneid zu widersprechen war ein sicheres Zeichen für Penisneid.“ Doch das schützt Adam nicht vor phallischen Überlegenheitsfantasien. Sein unbedingter Wille, Debatten zu „gewinnen“, ähnelt seiner Vorstellung, durchtrainierten Mitschülern die Nase zu brechen. Es ist Adams Angst davor, als „Pussy“ zu gelten – zu offenbaren, was er kontinuierlich durch Sprache zu kompensieren versucht. Also seinen Mangel an Männlichkeit (was immer das heißt). Gedichte ziehen ihn gerade deshalb an, weil sie dem Gegenüber als „Sinn zunichtemachender und neu stiftender Klang“ eine Form von Gewalt zufügen. So wird das Thema Männlichkeit in „Die Topeka Schule“ schonungslos in seiner psychologischen Wirkungsmacht  freigelegt. Kein Wunder, dass Adams Lieblingssong  Tupacs „All Eyes on Me“ ist, und dass er in Topekas Hinterhöfen auf Freestyle-Rap-Battles eine Art „schwindelerregendes Glück“ empfindet. Der Topeka-Freestyle, wo „eine kleine Gruppe privilegierter Weißer sehr oft arrhythmisch die für sie vollkommen unzutreffenden Klischees des Genres recycelten“, ist für Adam die ideale Gelegenheit, sein rhetorisches Geschick in handfeste Coolness umzumünzen. Bei all der psychologischen Raffinesse und lyrischen Kleinteiligkeit, mit der Lerner diese Themen auseinandernimmt, kann einem zwischendurch beinahe schwindelig werden. „Die Topeka Schule“ ist ein dichtes Stück Prosa, dessen politisches Leitmotiv sich auf den Postern der Klassenzimmer ablesen lässt, wo Lerner seine geschnellsten Debatten inszeniert: „SEI DIE VERÄNDERUNG, DIE DU ERLEBEN MÖCHTEST.“ Ben Lerner: Die Topeka Schule. Roman. Suhrkamp, Berlin 2020. 395 S., 24 Euro.


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