40 Elstern Im Garten

40 Elstern Im Garten

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Blick nach Schelldorf: Was man für den Erhalt der biologischen Vielfalt tun kann Kühe grasen friedlich auf der Weide unterhalb des Kesselbauerhofs. Bauer Schelldorf Schon auf den ersten Blick sieht man, dass hier viel für Insekten und Vögel getan wird. Vögel fliegen umher, der Spatz, die Kohlmeisen, Rauch- und Mehlschwalben, Mauersegler, Rotkehlchen und Grünfinken.   Bauer Schelldorf Auf der Kuhweide, gleich unterhalb des Hofes, geht's weiter. Amseln, Elstern und Stare, Bachstelzen und zeitweise auch Krähen gleiten durch die Luft. Seit vermehrt Krähen da sind, sind nicht mehr so viele Elstern zu sehen. Gelegentlich sieht der Beobachter eine Haubenmeise, Falken oder den Milan, der seine Kreise zieht.   Bauer Schelldorf Für die Schwalben hängen im Stall und an der Hausmauer an die 30 Nester. Die Stare und Meisen nehmen gerne die angebotenen Nistkästen an. Im alten Stadl brüten die Rotkehlchen. Die Hummel bevorzugt die Bruchsteinmauer im Stadl. Dort hat sie in einer Ritze ein Nest angelegt. Besonders im Spätsommer, wenn sich die Stare zusammenfinden für die Reise nach Süden, wird es auf der Rinderweide sehr interessant. Hier fallen jeden Tag Schwärme mit mehreren Hundert Staren ein und suchen auf der Weide nach Insekten. Zahlreiche Schwalbennester finden sich auf dem Bauernhof, zu beobachten sind unter anderem Insekten wie das Widderchen (oben rechts) oder der Heufalter (unten rechts.) Für entsprechendes Nahrungsangebot sorgen Sonnenblumenfelder. Bauer Schelldorf Für die Vögel und Schmetterlinge ist die kleine Matschstelle auf der Rinderweide wichtig. Dort finden sie Insekten, Würmer, Wasser und Nistmaterial. Jedes Jahr passiert es, dass entkräftete junge Schwalben oder Sperlinge gefunden werden. Die Bruchpiloten bei den ersten Flugversuchen päppelt Sabine Bauer mit Insekten auf, bis sie wieder genug Kraft zum Fliegen haben.   Bauer Schelldorf "Wenn wir uns Zeit nehmen, sie zu beobachten, wir werden sie alle sehen, Schwebfliegen, die Wildbienen, Käfer, Schmetterlinge und viele andere Tiere", sagt Bäuerin Sabine Bauer. Wenn Feierabend ist, sitzt die Familie auf dem Bankerl und beobachtet die Vögel: "Eigentlich ist es tagsüber immer so, dass zunächst die Schwalben, Spatzen, Meisen und Co. aktiv sind. Abends, wenn die ins Bett gehen, schlägt die Stunde der Mauersegler. Die fetzen mit Getöse um die Häuser. Schließlich verabschieden sie sich in die Nester. " Spannend wird's, wenn nach dem Sonnenuntergang die Fledermäuse lautlos ihre Haken in der Luft schlagen und regelrecht mit wenig Abstand an den Beobachtern vorbeifliegen. Ein Kuhstall-Fledermaus-Projekt mit einem speziellen Batcorder hat die Große Bartfledermaus, die Bartfledermaus und die Zwergfledermaus auf dem Kesselbauernhof nachgewiesen. Ein naturnaher, stetig wachsender Heilkräutergarten mit heimischen Pflanzen wie Rainfarn, Johanneskraut, Königskerze, Lungenkraut, Beinwell, Ziest, Nachtkerze und vielen anderen Pflanzen zieht besonders in der Nacht Insekten an. Sabine Bauer erklärt: "Wir müssen ihnen nur einen festen Platz zugestehen, der nicht nach unseren althergebrachten Vorstellungen gepflegt und sauber gehalten wird. Die wilden Gärten mit abgestorbenen Stängeln und verblühten Pflanzen sind besonders in dicht besiedelten Regionen so wichtig als Brücken und Wanderwege von Habitat zu Habitat für eine weitere Verbreitung und nachhaltige Besiedelung und ein enorm wichtiges Winterquartier der Insekten. " Vom Hof auf den Acker: 4000 Quadratmeter haben Sabine Bauer und ihr Vater Franz angesät, als Blühstreifen um den Anbau von Zuckerrüben und anderen Früchten. Es sind einjährige Blühflächen mit Ringelblumen, Phacelia, Tagetes, Sonnenblumen, Wicken und Erbsen. "Blumen und Kräuter stehen nun wunderbar da", freut sich der Austragsbauer. zba Trubel, Spielräume und Rückzugsorte. das bietet Leipzig-Plagwitz für Familien Plagwitz ist ein sehr dezentraler Kiez, das Leben spielt sich entzerrter ab, irgendwo zwischen dem etwas versteckten Spielplatz vor der Post im Veneziaquartier an der Weißen Elster und dem Plagwitzer Bahnhof, zwischen Antonien- und Karl-Heine-Straße. Auf der Karl-Heine-Straße zwischen Zschocherscher Straße und König-Albert-Brücke reihen sich zahlreiche Geschäfte, Gaststätten, Kneipen, kleine Imbisse und Orte für Kultur aneinander. Hier pulsiert das Leben. Nachmittags ist der „Knochenspielplatz“ am Karl-Heine-Platz immer gut besucht. Quelle: André Kempner Wo das Leben pulsiert Zum Mittagessen geht man zu Familie Miladi ins Casablanca, kauft im angeschlossenen Lebensmittelgeschäft noch orientalische Köstlichkeiten für daheim, und genießt die Atmosphäre des Viertels. Ab dem frühen Abend haben die Spätis vermehrt Zulauf, junge Leute sitzen auf den Fensterbänken vor den Geschäften oder direkt vor dem Westwerk auf dem Gehweg, trinken ein Fattigauer oder Mate. Das Leben ist leicht. Im Westwerk selbst haben nach wie vor Künstler ihre Ateliers. Wenngleich sie schon mehrfach in den vergangenen Jahren um ihre Räume und gegen die Verdrängung kämpfen mussten. Auch wenn das Westwerk inzwischen zum Beispiel einen Konsum beherbergt, kann man hier noch viel alte Backstein-Architektur sehen und der jungen Kunstszene Leipzigs nachspüren. Regelmäßig finden hier Veranstaltungen, unter anderem Flohmärkte, statt. Weiter im Südwesten von Plagwitz gelegen, aber ebenfalls künstlerisch wertvoll ist ein Besuch im Museum für Druckkunst in der Nonnenstraße. Am Westwerk ist immer was los. Quelle: André Kempner Am Kanal geht`s rund Von hier aus geht es weiter Richtung Karl-Heine-Kanal, dem prägenden Wasserlauf des Viertels, Dreh- und Angelpunkt für Ausflügler und Wassersportler. Direkt am Karl-Heine-Kanal gibt es auch einen der schönsten autofreien Wege Leipzigs. Er führt entlang des Wassers Richtung Stelzenhaus. Unter der König-Johan-Brücke hallt es so schön, wenn man „Huhuuu“ ruft, kurz danach gibt es am Wegesrand einen Apfelbaum und Hagebuttensträucher zu entdecken. Dann geht es über die Fußgängerbrücke hinein in den Stadtteilpark Plagwitz. Nicht nur Tagesmütter und –väter verbringen hier gern den Tag mit ihren Schützlingen. Auf den alten Schienen lässt es sich gut balancieren, auch auf, unter und um die Riesen-Bleistifte herum spielt es sich spitze. Weiter östlich findet sich eine der breitesten und schnellsten Rutschen der Stadt und ein kleines Basketballfeld. Direkt daneben sind ein großer Sandkasten und weitere Spielgeräte, unter anderem in Würfelform. Unten am Kanal können Paddler und Ausflugsschiffe, wie die legendäre MS Weltfrieden, begutachtet werden. Mit den Füßen im Wasser planschen ist im Sommer natürlich ebenfalls drin. Mehr bräuchten Kinder eigentlich gar nicht. Familienzentrum, Kindermuseum und Cafés Doch Plagwitz bietet mehr: Auf der Zschocherschen Straße ist immer viel los. Insbesondere rund um die Elsterpassage sind nicht nur Plagwitzer jeden Alters unterwegs. Ein wenig versteckt hinter dem Einkaufszentrum liegt das Familienzentrum „Treffpunkt Linde“. Hier werden Kurse, Workshops und Beratungen für Familien angeboten: Hebammen bieten Sprechstunden an, regelmäßig treffen sich Still- und Krabbelgruppen zum Austausch und Zeitvertreib. Auch interkulturelle Familienbildung wird hier groß geschrieben. Im Findikus Second-Hand-Laden kann man Schwangeren-, Baby- und Kinderbekleidung erstehen, auch Schuhe, Spielzeuge und Tragehilfen werden angeboten. Geöffnet ist Findikus analog zum Familiencafé. Flanieren am Karl-Heine-Kanal Quelle: André Kempner Zurück auf der Zschocherschen Straße sollte man dem Kindermuseum Unikatum einen Besuch abstatten. Dieser lohnt sich nicht nur für die Kinder: Wechselnde interaktive Mitmach-Ausstellungen regen auch Erwachsene zum Nachdenken an. Wer sich während oder nach einem Ausstellungsbesuch stärken möchte, kann im museumseigenen Café Goetz einkehren. Sonntags kann hier auch gefrühstückt werden. Auch in unmittelbarer Nähe zum Museum, kann man sich stärken und Ruhe finden: im Café Kater nämlich, bei Kaffee und Panini. Second-Hand, Markttreiben und viel Platz zum Spielen und Sein Im von Susanne Weich familiengeführten Second-Hand-Laden „Küss mich wach“ gibt es eine große Auswahl nicht mehr benutzter Second-Hand-Stücke, die die Kunden „wach küssen“ sollen. In dem gemütlichen Geschäft gibt es Männer- sowie Frauenbekleidung, Accessoires und Schuhe. Sortiert wird nach Farben. In dem gemütlichen Geschäft. Und wenn etwas mal nicht so passt, bietet der Laden Änderungen in der integrierten Werkstatt an. Hervorzuheben ist das eigene kleine Label „Phines“ von Weichs Tochter Joe, das selbstdesignte Mode herstellt. Gemütlich ist es im „Heiter bis Wolkig“ auf dem Bürgerbahnhof Plagwitz. Quelle: André Kempner Alles, was einen bunten Wochenmarkt ausmacht, gibt es jeden Samstag beim „familienfreundlichen Wochenmarkt im Leipziger Westen“: frisches Obst und Gemüse, Eier, Wurstwaren, Käse und Fleisch von Höfen aus der Region. Außerdem Backwaren, Aufstriche, Schnitt- und Trockenblumen. Von 9 bis 14 Uhr kann man in der Plagwitzer Markthalle über den Samstagsmarkt schlendern. Das Marktcafé lädt zu einer Verschnaufpause bei Kaffee oder Schorle ein. Alles für Eltern und Kinder: Der LVZ-Familien-Newsletter Sie wollen noch mehr Nachrichten, Infos und Tipps für Familien in Leipzig? Dann abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Familien-Newsletter. Jeden Donnerstag erhalten Sie unseren liebevoll mit den interessantesten Neuigkeiten für Familien zusammengestellten und um viele Tipps und Ideen ergänzten Newsletter bequem in Ihr Postfach. Melden Sie sich gleich hier für den Newsletter an. Die Nachmittage und Wochenenden lassen sich herrlich auf dem Plagwitzer Bürgerbahnhof verbringen. Neben dem Bauspielplatz für sechs- bis 13-jährige Kinder kann man bouldern, schaukeln, auf der Wiese liegen, Obst pflücken, sich in den gruppenweise genutzten Gärten einbringen oder im „Heiter bis Wolkig“ bei einem kühlen Getränk entspannen. Mehrmals im Jahr findet auf dem Areal zudem der Westbesuch statt. Von Susanne Reinhardt Dürre: In Berlin wird das Wasser knapp: 40 Eimer pro Quadratmeter fehlen Tatsächlich war der Sommer 2020 in der Region Berlin-Brandenburg sehr trocken, und sowieso zählt Berlin zu den Bundesländern mit dem geringsten Niederschlag: Laut dem „Tagesspiegel“ fehlen von den gut 400 Litern Regen pro Quadratmeter, die laut Statistik seit Jahresbeginn dort hätten fallen sollen, noch fast 80. Aufgrund der extremen Dürre in den beiden Vorjahren habe sich das Defizit seit Anfang 2018 auf 400 Liter summiert – 40 große Wassereimer auf jedem Quadratmeter. Besonders in der Natur wird der Mangel spürbar. Durch die Hitze in jenen Jahren, aber auch im vergangenen Sommer, stieg die Verdunstung, und die Böden trockneten bis in größere Tiefen aus. Seit 1766 habe es in Mitteleuropa keine zweijährige Sommerdürre wie die von 2018/19 gegeben, ermittelte ein deutsch-tschechisches Forscherteam. Entsprechend stieg die Waldbrandgefahr, und Pflanzen starben massenhaft ab – darunter selbst so robuste Bäume wie Kiefern und Birken. In Berlin veränderten sich die Wasserpegel kaum Für die Berliner Bevölkerung war der Mangel dagegen kaum spürbar. Die Pegel der Gewässer änderten sich kaum, und auch in den Wasserleitungen blieb der Druck normal. Dagegen ließ ein Blick in den Süden Brandenburgs den Ernst der Lage erkennen. „Im Oberlauf der Spree und in den Zuflüssen auf sächsischem Gebiet hat sich die Niedrigwassersituation durch ausbleibende Niederschläge zugespitzt“, meldete die „Ad-Hoc-Arbeitsgruppe Extremsituation“, der Experten von Brandenburger, Berliner und sächsischen Behörden angehören, Mitte August.„Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Flussabschnitte im Einzugsgebiet der Spree trockenfallen.“ In der Schwarzen Elster trat dieser Fall in einigen Abschnitten ein. Die geringen Niederschläge im Sommer konnten die extreme, bereits seit 2018 anhaltende Niedrigwassersituation kaum verbessern. Allerdings entspannte sich die Situation in Sachsen dank der kräftigen Regenfälle von vorletzter Woche ein wenig. Das größte Sorgenkind ist indes die Spree. Von ihr hängen der Tourismus im Spreewald und die Schifffahrt in der Hauptstadt ab – insbesondere aber deren Trinkwasserversorgung. Um ihre Wasserzuführung ist es aber schlecht bestellt, und das liegt an den Speicherbecken im Lausitzer Seenland sowie einigen Talsperren, die im Grenzgebiet von Sachsen und Brandenburg südlich von Cottbus liegen. Ihr Wasser soll bei Bedarf den Pegel der Spree hoch halten, die jedoch im Freistaat Sachsen entspringt. Von dort sollen pro Jahr 20 Millionen Kubikmeter Wasser nach Brandenburg fließen, so sieht es eine Vereinbarung zwischen beiden Ländern vor. Die Sachsen müssen also für die Hauptstädter Wasser lassen, wie es schon zu DDR-Zeiten hieß. Doch in diesem Jahr wird nur ungefähr ein Drittel dieser Menge geliefert, also sechs bis sieben Millionen Kubikmeter. Der Grund ist, dass das Wasser aus den Talsperren Bautzen und Quitzdorf kommt, die aber selbst stark unter der Trockenheit leiden. Zuflüsse auf historischem Tiefstand Ihre Zuflüsse sind dem Sächsischen Umweltministerium zufolge auf einem historischen Tiefstand und betrugen lediglich ein Fünftel vom Normalwert für den Monat August. Entsprechend kann die Talsperre Quitzdorf kein Wasser bereitstellen, auch im Speicherbecken Bärwalde stehen nur 13 Prozent des Speichervolumens zur Verfügung. Allein die Talsperre Bautzen ist aktuell zu 48 Prozent gefüllt, kann also noch Wasser in die Spree abgeben. Zudem gelang es der AG Extremsituation, aus dem Speicherbecken Lohsa I weitere Kapazitäten zu erschließen. Insgesamt reichen die Reserven der sächsischen Speicher voraussichtlich noch bis Ende September für die Wasserzuführung in die Spree. Deshalb muss Brandenburg auch auf eigene Speicherbecken zugreifen. Berlin am nächsten ist die Talsperre Spremberg, die laut Brandenburger Landesumweltamt aktuell noch rund zehn Millionen Kubikmeter Wasser enthält. Das entspricht etwa einem Viertel ihres Fassungsvermögens und gerade der Hälfte der Menge, welche die Bewirtschaftungsrichtlinie für diese Jahreszeit vorsieht. Entsprechend wurde der sogenannte Abfluss – also die durchlaufende Wassermenge – auf nur noch 6,6 Kubikmeter pro Sekunde reduziert, normal wären knapp elf. Sollte sich die Niederschlagssituation nicht verbessern, seien voraussichtlich ab Ende September die Speicherkapazitäten im Spreegebiet zumindest teilweise erschöpft, warnen die Behörden. Aus Wehren fließt keine Wasser mehr Nur wenig besser steht es um den Senftenberger See, aus dem gar kein Wasser mehr abfließt. Gleiches gilt für die meisten anderen Wehre. Allerdings lässt sich durch Überleitungen aus der Neiße und die Einleitung von Tagebauwasser zusätzlicher Nachschub gewinnen. Der Anteil dieses Wassers an der Lausitzer Spree lag im August bei 60 Prozent. Das Problem: Oft wird das Nass durch rostfarbenen Eisenocker getrübt, und im Wasser ist Sulfat gelöst, das Bauwerke angreift. Steigt deren Konzentration, droht eine weitere unerwünschte Nebenwirkung: Sulfatsalte, voran Natriumsulfat (besser bekannt als Glaubersalz), dienen in der Medizin als Abführmittel. Die südlich von Berlin mit der Spree verbundene Dahme sowie die aus der Mecklenburger Seenplatte kommende Oberhavel tragen ebenfalls wenig zur Entspannung der Situation bei. Bei beiden fehlen Pufferspeicher. Zusammen bringen Spree, Havel und Dahme zurzeit knapp sieben Kubikmeter Wasser pro Sekunde nach Berlin, was ungefähr der durchschnittlichen Fördermenge aller Berliner Wasserwerke entspricht. Diese gewinnen das Trinkwasser für die Hauptstadt nach Angaben der Berliner Wasserbetriebe (BWB) je nach Standort der Brunnen zu 50 bis 80 Prozent aus Uferfiltrat, also versickertem Wasser der nahe gelegenen Flüsse und Seen. Durchschnittlich ein knappes Drittel ist echtes Grundwasser, hinzu kommt gezielt versickertes Oberflächenwasser als sogenanntes angereichertes Grundwasser. Wie viel von der Gesamtfördermenge in diesem lokalen Kreislauf verbleibt, ist nicht bekannt. Anhand der in die Klärwerke geflossenen Abwassermenge nahm der „Tagesspiegel“ jedoch eine Abschätzung des Wasserverbrauchs der Hauptstadtbewohner vor (allerdings ist diese recht ungenau, weil die Klärwerke auch Abwasser aus dem Umland aufnehmen). Demnach rauschen an einem Durchschnittstag rund 600.000 Kubikmeter aus den Berliner Wasserhähnen, an hochsommerlichen Spitzentagen sogar etwa 850.000 Kubikmeter. „Raubbau an den natürlichen Grundwasser-Ressourcen“ Ein Großteil dieses Mehrverbrauchs dürfte zur Bewässerung in Gärten landen, wo es letztlich verdunstet, oder in den kleinen Pools, die sich die Leute massenhaft auf ihre Grundstücke stellten, weil ihr Urlaub Corona-bedingt ausfiel. Umweltschützern gilt dies als nicht akzeptable Verschwendung, zumal sich aus der Abflussmenge der Spree an der Spandauer Havelmündung ergibt, dass Berlin mehr in die Gewässer einspeist, als es entnimmt. Das bedeutet, dass das Wasser überproportional aus dem Grundwasser stammt. „Das Geschäfts­modell der BWB beruht immer mehr auf Raubbau an den natürlichen Grundwasser-Ressourcen“, klagt folgerichtig der Bund für Umwelt- und Naturschutz Berlin. „Wir fördern und verbrauchen seit Jahrzehnten mehr Wasser, als der Landschaftswasserhaushalt hergibt.“ Hinzu komme, dass Berlin schon immer in einem Trockengebiet liegt. Geringe Jahres­niederschlagsmengen und geringe Zuflüsse von Havel und Spree seien nicht die besten Voraussetzungen, um eine Stadt mit 3,5 Millionen Einwohnern mit Wasser zu versorgen. „Die Wasser­werke liegen  fast alle in den Wäldern und Naturgebieten der Stadt“, so der BUND weiter. „Das Resultat dieser Wasserentnahme sind dort seit Jahrzehnten sinkende Grundwasserstände, die die Natur immer mehr schädigen.“ In Brandenburg hat die Politik mittlerweile auf die drohende Wasserknappheit reagiert. So forderte der Landtag die Regierung in Potsdam kürzlich auf, bis Ende 2021 ein Gesamtkonzept für den Umgang mit Wasser in Zeiten des Klimawandels zu erarbeiten. Zudem drohen den Eignern von Wassergrundstücken, die Oberflächenwasser in ihre Gärten pumpen, hohe Bußgelder, und im Spreewald wurden einige Schleusen stillgelegt, damit nicht bei jeder Schleusung eine Kammer voll Wasser verloren geht. Wasserbetriebe rufen nicht zum Sparen aus Keinen Grund, Wasser zu sparen, sehen dagegen die BWB. Der Verbrauch sei gegenüber früheren Zeiten viel geringer und erreiche selbst durch weiteres Wachstum der Stadt und die Ansiedlung des Großverbrauchers Tesla nicht das Niveau der Wendezeit, verlautbaren sie. In und um Berlin gebe es keinen Grundwassermangel. Aus ökologischer Sicht bestehe also keine Notwendigkeit zu sparen. Zudem erklärte das sächsische Umweltministerium, in der Lausitz und in Berlin sei die Trinkwasserversorgung gesichert und funktioniere aktuell ohne Einschränkungen. Allerdings würden die Förderreserven zum Teil bereits stark in Anspruch genommen, der aktuelle Wasserbedarf liege deutlich über dem langjährigen Mittel seit 2010. Der BUND wiederum vermutet hinter der Weigerung der BWB, die Bevölkerung zum Wassersparen aufzurufen, ein anderes Motiv: In einem neuen, Anfang 2020 in Kraft getretenen Unternehmensvertrag nötigt der Senat den landeseigenen Betrieb dazu, einen Teil seiner Gewinne an den Landeshaushalt abzuführen. Ein sinkender Verbrauch würde die Ausschüttungsziele gefährden. „Dieses Dilemma können die Wasserbetriebe nicht lösen, Rot- Rot-Grün muss es tun, schließlich steht der ökologische Umgang mit dem Grundwasser im Koalitionsvertrag“, befindet der BUND. „Der Erhalt von Mooren und Wäldern ist ebenso wichtig wie sozialverträgliche Wasserpreise – weder das eine noch das andere darf der Haushaltskonsolidierung zum Opfer fallen.“.


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