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Stellwerk Elmshorn: Woran hakt es, wenn es hakt? Stand: 20.09.2020 10:19 Uhr von Sabine Alsleben Im Stellwerk Elmshorn sorgen zwei Fahrdienstleiter pro Schicht dafür, dass der Schienenverkehr in und aus Richtung Pinneberg, Neumünster und Itzehoe möglichst störungsfrei rollt. Ein unauffälliges Haus mit roten Klinkern, direkt am Gleis 3 des Elmshorner Bahnhofs. Das ist das Stellwerk Elmshorn. Im Inneren: Zwei große geschwungen Schreibtische, mit vielen Bildschirmen. Dort sitzen zwei Mitarbeiter der DB Netz AG und sorgen dafür, dass der Bahnverkehr in der Region möglichst störungsfrei rollt. Bis zu 30.000 Pendler und Reisende fahren an Spitzentagen über den Bahnhof Elmshorn. Sobald es in diesem Bereich ein Problem gibt, kommt es zu Zugausfällen und Verspätungen, die oftmals Auswirkungen auf einen Großteil des Schienenverkehrs in ganz Schleswig-Holstein haben. Fragt man Bahnpendler, passiert das immer öfter. Rufe nach einer vierten Bahnsteigkante im Bahnhof und einem dritten Gleis auf der Strecke werden lauter. Dass die vierte Bahnsteigkante kommt, ist zumindest inzwischen klar. Sönke Kreft ist der Chef aller Fahrdienstleiter auf den Stellwerken der Deutschen Bahn in Schleswig-Holstein. Er weiß, warum kleine Probleme in Elmshorn oft große Auswirkungen haben. Wie funktionieren Stellwerke? Aber was macht das Stellwerk Elmshorn eigentlich zu so einem "Sensibelchen"? Warum gibt es nicht einfache Lösungen, die Technik zu modernisieren und Fehler zu vermeiden? Sönke Kreft ist Arbeitsgebietsleiter Betrieb bei der DB Netz AG und damit Chef aller Fahrdienstleiter in Schleswig-Holstein, die auf den Stellwerken arbeiten. Er weiß, woran es liegt, dass Probleme im Stellwerk Elmshorn oft große Auswirkungen haben. Dazu muss aber erklärt werden, wie ein Stellwerk funktioniert. Historisch bedingt gibt es verschiedene Arten von Stellwerken. "Zwischen Husum und Niebüll, bis nach Westerland beispielsweise, gibt es mechanische Stellwerke", erzählt Sönke Kreft. Dort werden die Signale und Weichen noch durch Muskelkraft gestellt. Spurplan-Stellwerke, die es unter anderem oft auf der Strecke Hamburg - Lübeck gibt, funktionieren demnach schon mit elektrischen Weichen und Lichtsignalen - also über elektrische Leitungen. Der Fahrdienstleiter im Stellwerk kann mit Knöpfen auf einer Art Mosaik-Tafel die einzelnen Elemente bedienen. Elmshorn hat ein Computer-Stellwerk "Die modernste Technik, die wir haben, sind die digitalen Stellwerke. Dort werden alle Signale und Weichen elektrisch gestellt - mit Hilfe eines Computers und vielen Bildschirmen", erklärt Kreft. Diese Technik nutzt auch das Stellwerk Elmshorn. Von dort aus wird nicht nur der Bahnhof vor Ort bedient, sondern auch Dauenhof und Tornesch. Das nächste örtliche besetzte Stellwerk in Richtung Süden ist Pinneberg. Nach Angaben von Sönke Kreft werden also von Elmshorn aus zwei andere Bahnhöfe mit bedient. Dazu kommt beispielsweise die Strecke nach Glückstadt, die nach Absprache von Elmshorn oder Glückstadt aus abgewickelt wird. Im Bedienraum des Stellwerks können die Fahrdienstleiter Signale und Weichen elektrisch stellen. Alle Handlungen sind dabei technisch abgesichert. Generell, so erklärt der 54-Jährige, seien so gut wie alle menschlichen Handlungen technisch abgesichert. So könne nur ein Zug in die Strecke einfahren, und das entsprechende Signal, dass dem Zugführer klarmacht, dass er fahren darf, steht erst auf "Fahrt" wenn die Weiche richtig liegt. "So kann ich auf einem Stellwerk menschliches Fehlverhalten nahezu ausschließen. Sicherheit ist für uns das oberste Gebot", sagt Kreft. Jede Störung wird nachbereitet Mehr Technik bedeutet aber auch mehr Fehlerquellen. Sönke Kreft erklärt das ganz bildlich: "Als man früher im Auto keine Klimaanlage hatte und wo man das Fenster noch kurbeln musste, war das natürlich einfacher." Die Bahn will aber aus jeder Störung lernen, um sie in Zukunft möglichst zu vermeiden. Nach Angaben von Kreft wird jede einzelne Störung nachbereitet und die genaue Ursache ermittelt. "Wenn ein Bahnübergang gestört ist, prüft der Techniker, welches Bauteil genau gestört ist. Ist das der Schrankenantrieb? Ist das ein Gleisschaltmittel? Ist das in der Innenanlage im Betonschalthaus?" Daraus werden dann Verläufe und Handlungen abgeleitet sowie präventiv bestimmte Bauteile ausgetauscht. "Jedes Gewitter stört eine Anlage" Oftmals sorgen auch Blitzschläge für Störungen im Bahnverkehr, gerade auch am Stellwerk Elmshorn. Kommentare unter entsprechenden Artikeln auf ndr.de/sh fragen sich, ob da nicht in einen vernünftigen Blitzableiter investiert wurde. Sönke Kreft schmunzelt, als er darauf angesprochen wird. "Bei Ihnen zu Hause haben sie einzig den elektrischen Anschluss vom Energieversorger. Auch das Stellwerk braucht natürlich Strom. Wir haben draußen Weichen, Signale, Bahnübergänge, Gleisfreimeldekreise (die im Stellwerk anzeigen, ob ein Gleis frei ist oder nicht). All diese Komponenten sind per Kupferkabel mit dem Stellwerk verbunden." Damit sei das Stellwerk einfach extrem anfällig für Blitzschläge. Kreft schätzt, dass es bei jeder Gewitterfront, die diagonal über Schleswig-Holstein zieht, irgendwo eine gestörte Anlage gibt, einfach weil die technischen Anlagen so exponiert im Freien liegen. Solche Kabel befinden sich an vielen Bahnhöfen im Gleisbett. Sie führen immer zum Stellwerk. Bei einem Blitzeinschlag ist dann auch das ganze Stellwerk betroffen. Blitzschutz-Module sollen eingebaut werden Die DB Netz AG ist aber dabei, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Es gibt einen Ort im Stellwerk, wo alle Leitungen, alle Adern zusammenkommen - das sogenannte Kabelendgestell. Dort werden nach und nach Blitzschutz-Module installiert. Die sollen verhindern, dass, wenn in der Außenanlage ein Blitz einschlägt, das ganze Stellwerk betroffen ist. Allerdings müssen dafür die Kabel, in denen ein paar Hundert Adern drin sind, abgebaut und anschließend neu verdrahtet werden. Das ist in Elmshorn noch nicht geschehen, denn für dieses Vorhaben muss das Stellwerk komplett außer Betrieb genommen werden. Das bedeutet für die Reisenden: Zugausfälle, Verspätungen, Schienenersatzverkehr. Stellwerk muss komplett abgeschaltet werden Deshalb wartet die DB Netz AG jetzt darauf, dass eine nächste größere Baumaßnahme ansteht und das Stellwerk sowieso abgeschaltet werden muss. Ein Beispiel, so sagt Kreft, wäre der geplante Bau der vierten Bahnsteigkante, die ja am Gleis und an die Technik angeschlossen werden muss. Einen konkreten Zeitrahmen kann Sönke Kreft dafür noch nicht nennen. Klar ist nur: Diese Module sind für alle Stellwerke und Bahnübergänge geplant. Bei älteren Bahnübergängen geht das allerdings nicht. Nach Angaben des Arbeitsgebietsleiters hält ein Bahnübergang zwischen 20 und 30 Jahre. Als Beispiel nennt er den Bahnübergang Esingen zwischen Tornesch und Pinneberg. Der müsse in den kommenden drei bis vier Jahren ausgetauscht werden, weil er dann am Ende seiner Nutzungsdauer ist. "Da soll dann ein ganz neuer Bahnübgang gebaut werden - direkt mit Blitzschutzmodul." Warum das so lange dauert, könnte man sich jetzt fragen. Die Erklärung: Die lange Planungsphase von bis zu drei Jahren. Nach Angaben der DB Netz AG müssen unter anderem Abstimmungen mit den Straßenbaulastträgern gemacht werden, weil manchmal auch die Straße in dem Zusammenhang baulich anders gestaltet werden soll. Störfall-Konzept? Gibt es sehr wohl Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert seit langem, dass das Stellwerk Elmshorn zuverlässiger werden muss. Nach Angaben des Sprechers Karl Peter Naumann haben viele Reisende den Eindruck, dass es für Störfälle kein Konzept gibt. "Wir haben eine Störungsbereitschaft", hält Kreft dagegen, "an sieben Tagen die Woche, rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. In der Regel ist innerhalb von 30 bis 60 Minuten ein Mitarbeiter vor Ort, um die Störung zu beseitigen." Der Fahrdienstleiter lasse in der Zeit, sofern möglich, die Züge mit viel manueller Sicherung weiterfahren. Das, so erklärt es Kreft, dauere natürlich länger und könne zu Verspätungen führen. Wenn die Strecke aber gesperrt werden müsse, sei es natürlich wesentlich aufwendiger. "An einem durchschnittlichen Werktag sind hier 25.000 Reisende unterwegs. Wenn eine Störung auftritt, ist es eine Herausforderung, so viele Busse zu bekommen, um pro Stunde 2.000 Leute zu bewegen." Die Busse seien ja vor allem im Berufsverkehr oder im Schülerverkehr eingesetzt. Deswegen habe sich die Eisenbahnverkehrsunternehmen komplexere Störfall-Konzepte ausgedacht, die die Reisenden weiträumig umleiten. Kreft erklärt die Ausweichrouten: "Dann fahren die Züge zum Beispiel von Kiel über Lübeck nach Hamburg, statt dass wir in Elmshorn einen Busersatzverkehr einsetzen." Eine Bahnsprecherin ergänzt: "Es gibt ja gerade eine deutliche Investitionsoffensive. In den nächsten Jahren werden 1,1 Milliarden Euro in die Infrastruktur im Norden investiert. Das heißt, die Bahn arbeitet ganz stark daran, die Leistungsfähigkeit von Netz und Bahnhöfen zu erhöhen." Nach Angaben von Sönke Kreft wurden auf der Hauptstrecke Kiel-Hamburg und nach Westerland fast alle Weichen erneuert. Betriebswirtschaftlich sei es demnach klüger, die Gleise vor Ablauf der maximalen Nutzungsdauer auszuwechseln, als am Ende nur mit gedrosselter Geschwindigkeit über die Strecke fahren zu dürfen. Kapazitätsgrenze fast erreicht Um noch einmal zu verdeutlichen, wie wichtig das Stellwerk Elmshorn ist, legt Sönke Kreft noch einige konkrete Zahlen auf den Tisch: An Spitzentagen fahren zwischen Elmshorn und Pinneberg 300 Züge. 170 kommen aus Richtung Neumünster, aus dem Bereich Itzehoe 130. Die Maximalkapazität einer zweigleisigen Strecke liegt seinen Worten nach bei 350 Zügen in 24 Stunden. Das Stellwerk ist zuständig für ingesamt 24 Bahnüberänge. Nach Angaben des 54-Jährigen hängen etwa zwei Drittel des Bahnverkehrs in Schleswig-Holstein direkt oder indirekt am Stellwerk Elmshorn. Dazu kommt, dass ungefähr 80 Prozent des schienengebundenen Güterverkehrs aus oder nach Skandinavien über Elmshorn abgewickelt wird. Laut Kreft laufen die restlichen 20 Prozent über Rostock nach Schweden. Land kündigt Besserungen an Etwas Hoffnung gibt es für die Fahrgäste. Anfang des Monats hat Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) ein Stufenkonzept für ein ausgebautes Angebot im Nahverkehr angekündigt. Demnach sollen ab Ende 2022 erste Doppelstockwagen bei der Nordbahn zum Einsatz kommen, bis 2027 sollen sie ausschließlich fahren. So sollen die Sitzkapazitäten erhöht werden. Außerdem soll zwischen Elmshorn, Tornesch und Pinneberg eine zusätzliche S-Bahn (S4 West) das Bahnangebot ergänzen. Nach Angaben des Verkehrsministers wird man versuchen, Geld für den Bau weiterer Gleise zu bekommen. Er hält die Achse Hamburg-Elmshorn für die wichtigste Verkehrsachse im Schienenbereich des Landes Schleswig-Holstein. Die müsste deshalb "anständig anders" ausgebaut werden, so Buchholz. "Deswegen haben wir damals für die Aufnahme des dritten Gleises in den Bundesverkehrswegeplan gekämpft und gehofft, dass der Bund das dritte Gleis und die vierte Bahnsteigkante in Elmshorn in den Bundesverkehrswegeplan und in den vordringlichen Bedarf aufnimmt. Wir waren alle gemeinsam extrem enttäuscht als zwar die vierte Bahnsteigkante in Elmshorn da drin stand, aber das dritte Gleis nicht", erinnert sich der Verkehrsminister. In der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung haben sich der Bund und die Deutsche Bahn darauf geeinigt, dass bis 2030 etwa 86 Milliarden Euro in den Erhalt und die Modernisierung des bestehenden Schienennetzes in Deutschland investiert werden. Weitere Informationen Verkehrsminister Buchholz hat Verbesserungen für die Bahnstrecke zwischen Elmshorn und Hamburg angekündigt. Bald sollen dort unter anderem Doppelstockwagen fahren. mehr Immer wieder blieben zuletzt Lkw in einer Bahnunterführung in Elmshorn stecken. Reparaturen sorgten für Zugausfälle. Eine Warnanlage soll jetzt auf die niedrige Durchfahrtshöhe aufmerksam machen. mehr Kommunen sollen mehr bezahlen Kreis schlägt vor, für die Klinikreform die Kreisumlage zu erhöhen. Die große Krankenhausreform im Ortenaukreis ist ein Jahrhundertprojekt. In der kommenden Woche kommt das Finanzierungskonzept offiziell auf den Tisch. Der Ortenaukreis plant, sich für die bislang 1,3 Milliarden Euro teure Reform bis ins Jahr 2058 hinein zu verschulden. Vorgesehen ist neben gewaltiger Kreditaufnahme unter anderem die Erhöhung der Kreisumlage. Das Paket lehnt sich eng an einen interfraktionellen Antrag zum Finanzierungskonzept an, den CDU und SPD in diesem Februar vorgestellt hatten. (Nicht zu verwechseln mit dem Antrag dieser Fraktionen zur "Zweiten Säule" der Gesundheitsversorgung in der Ortenau, über den wir gestern berichtet haben). Nun aber liegen die Zahlen, wie die Klinikreform finanziell gestemmt werden soll, auf dem Tisch. Am Dienstag will die Kreisverwaltung sie in einem Pressegespräch erläutern, unmittelbar danach wird der Krankenhausausschuss beraten. Vorgesehen sind in dem Paket unter anderem 100 Millionen Euro, um Perspektiven für die Klinikstandorte Oberkirch, Kehl und Ettenheim aufzuzeigen. Diese sollen bekanntlich im Zuge der Agenda 2030 genannten Reform zurückgefahren werden. 1,3 Milliarden Euro: Diese von Landrat Frank Scherer genannten Gesamtkosten der Klinikreform haben im vergangenen Jahr für Entsetzen gesorgt – war der Kreistag doch bei der Grundsatzentscheidung noch von deutlich weniger als der Hälfte ausgegangen. In der Präsentation für die Sitzung am Dienstag müht sich die Verwaltung, einmal mehr, zu erklären, wie es zur Kostenexplosion kommen konnte. Demnach entfallen 130 Millionen Euro allein auf nicht klinische Nutzungen (Parkhäuser, Schulen, medizinische Versorgungszentren oder auch Patientenhotels), die in den ersten Berechnung nicht enthalten waren. Dazu kommen mehr als 260 Millionen Euro erwartete Baukostensteigerungen, gut 100 Millionen Sicherheitszuschlag sowie die erst in diesem Frühsommer beschlossene Gesamtsanierung in Lahr mit Anbauten, die nach den nun vorliegenden Zahlen allein 170 Millionen Euro ausmachen. Unter dem Strich geht der Kreis davon aus, dass ihm und dem Klinikum beim Kernbereich der Agenda 2030, also den Klinikneubauten, je nach Höhe der Landeszuschüsse zwischen 437 Millionen Euro (bei 60 Prozent aus Stuttgart) und 517 Millionen Euro (bei 50 Prozent aus Stuttgart) verbleiben. Die müssen aus eigener Kraft gestemmt werden – durch eine Erhöhung der Kreisumlage, durch Ansparen von Geld bis 2030 und erwartete Gewinne, die das sanierte Klinikum mit seinen kürzeren Wegen und effizienteren Abläufen laut Vorlage von 2030 an einfahren soll. Letztere sollen auch dazu dienen, die bis dahin erwarteten rund 280 Millionen Euro Verlust aus dem laufenden Klinikbetrieb aufzufangen. Ausgegangen ist der Kreis bei seinen Rechnungen von einer Investitionssumme allein im klinischen Bereich in Höhe von 929 Millionen Euro – nicht ganz doppelt so viel wie in den ersten Modellrechnungen zugrunde lag. Diese Last soll nun auf mehrere Säulen verteilt werden. 175 Millionen Euro will der Kreis durch eine Erhöhung des Eigenkapitals der Kliniken bis 2030 ansparen; 422 Millionen Euro neue Schulden sollen, teilweise bis zum Jahr 2058, abgestottert werden; 100 Millionen Euro für die Nachnutzung der Standorte Oberkirch, Kehl und Ettenheim werden über den Kreishaushalt finanziert. Dies führt, unter dem Strich, zu einer Erhöhung der Kreisumlage. Die Kreisumlage könnte um zwei Prozentpunkte steigen Wie hoch die ausfallen wird, das hängt von mehreren Faktoren ab – der Förderquote durch das Land, der tatsächlichen Steigerung der Baukosten, der Steuerkraft der Kommunen und dem Zinssatz für Kredite, die der Kreis aufnehmen muss. Die Verwaltung präsentiert in ihrer Modellrechnung eine Fülle von Varianten, die meisten schwanken um eine Erhöhung der Kreisumlage um zwei Prozentpunkte. Unklar ist noch, wie Kreis und Klinikum mit den Einrichtungen in der Peripherie der Häuser umgehen werden. Die Gesamtinvestitionen von 116 Millionen Euro (79 für Offenburg, 25 für Achern, 12 in Lahr) können entweder vom Klinikum oder von Dritten getragen werden. Von Dritten auch deswegen, weil die Investitionen, beispielsweise für Parkhäuser, sich rechnen dürften. Dies solle in den kommenden Sitzungen separat beschlossen werden, kündigt die Verwaltung an. Sprachwitz siegt beim St.-Prosper-Kabarettpreis in Erding Sechs Künstler wetteifern beim neunten St.-Prosper-Kabarettpreis im Sportpark Schollbach in Erding. Sieger wird Bumillo aus München.  Er geht mit 1000 Euro nach Hause.  – Ein bisschen wie am ersten Schultag kam man sich vor als Zuschauer beim St.-Prosper-Kabarettpreis am Samstagabend im Sportpark Schilder wiesen den Weg zum Eingang, das das den neunten Kabarett-Preis eigentlich schon im März vergeben wollte, führte die Gäste zu ihren Sitzplätzen – zwei pro Tisch, aufgestellt wie im Klassenzimmer. Letztes Jahr waren noch 300 Gäste zu der beliebten Veranstaltung gekommen, heuer waren es rund 130, bestuhlt hatten die Organisatoren für 170 Gäste – vorbildlich mit großem Abstand und Desinfektionsfläschchen auf den Tischen. „Wer hätte sich im März vorstellen können, was da auf uns zukommt?“, fragte auch Moderator Martin Bauer, ein gebürtiger Erdinger, der selbst als Kabarettist Bewie Bauer auf deutschen Bühnen unterwegs ist, ins Publikum. Aus Angst, es könnte keine Stimmung aufkommen, übte er vorsichtshalber mit den Gästen gleich mal den Applaus und bat: „Seid’s nett zu den Künstlern.“ Für einen Oberbayern sei das nicht so einfach. Doch nicht nur die sechs Künstler, die jeweils 20 Minuten Zeit hatten, auch das Publikum gab sein Bestes, um dem Abend wenigstens ein bisschen Normalität zu verleihen. Traditionell bestimmen das Publikum und vier Jury-Mitglieder die Sieger, die mit einem Tragerl St. Prosper und Geldpreisen, gesponsert von der Stiftungsbrauerei, nach Hause gehen. Die Jury bestand dieses Jahr aus Börnie Sparakowski (Sinnflut GmbH), Alexandra Anderka (Erdinger Anzeiger), Erdings Boogie-Woogie-König Peter Heger und dessen Frau Judith. Tatsächlich war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Bumillo aus München letztlich für sich entschied, auf Platz zwei folgte Winfried Klima, ebenfalls aus München. Der dritte Preis ging an Kathi Wolf aus dem schwäbischen Weißenhorn. Bumillo ist kein Unbekannter in der Kabarettszene. Der St.-Prosper-Preis, dotiert mit 1000 Euro, ist nicht sein erster, so kann er sich unter anderem auch Deutscher Box Poetry Slam Meister nennen. Erst vergangenes Jahr belegte er den dritten Platz bei der Kabarett-Bundesliga. Seit Anfang 2007 tritt der promovierte Theaterwissenschaftler und studierte Germanist auf Kleinkunst- und Kabarettbühnen auf, seit 2010 ist er als Solokünstler unterwegs. In Erding überzeugte der 39-Jährige, der aus Reit im Winkl stammt, mit seinem intelligenten und wortgewandten Kabarett. Er machte die bairische Sprache zum Thema und analysierte die verschiedenen Bedeutungen von „bassd scho“. So könnte das je nach Betonung „urgemütlich, super freundlich oder sich selbst Mut zusprechend“ daherkommen. In seinem Spiel mit der Sprache und bayerischem Rapp erkannte man seine Wurzeln – die im Poetry Slam liegen. Viele Lacher brachte ihm sein Meditationslied ein – über die Münchner, „die immer mehr wolln hom – Ohm“. Winfried Klima, der auch schon 2016 den zweiten Platz (500 Euro) beim St.-Prosper-Wettbewerb in Erding belegte, „verappelte“ die Smart-Phone-Generation und zeigte anhand seiner gelungenen Genesis-2.0-Geschichte, wie sich die Menschheit durch die Verführung durch den „Apple-Baum“ verändern kann. Das Ganze gipfelte darin, dass er bildlich vorführte, wie man künftig im entlegensten Winkel im Bayerischen Wald bei der Verrichtung der Notdurft via Smartphone Klopapier bestellen könne, das dann mittels Lufttaxi prompt vom Himmel segelt. Am politischsten von allen sechs Kabarettisten zeigte sich Kathi Wolf. Nachdem sich die gelernte Schauspielerin und studierte Psychologin anfangs darüber mokierte, wie kleinkariert doch ihre Nachbarn im schwäbischen Weißenhorn seien, redete sich die 33-Jährige immer mehr in Rage, als es darum ging, gesellschafts- und überhaupt politisch Stellung zu beziehen. Sie echauffierte sich über die katholische Kirche, die Gleichberechtigung der Frauen und den Lobbyismus im Parlament. 200 Euro spendierte die Stiftungsbrauerei für den 3. Platz. Finanziell leer, aber mit viel Applaus und einem Tragerl St. Prosper gingen das Duo Puderdose, Lokalmatador Florian Fink aus Niederneuching und Erich Kogler, der den Start in den Abend gemacht hatte, nach Hause. Doch auch sie konnten sich sehen lassen. Kogler überzeugte mit Blues-Varianten über Themen wie Einkaufen bei Ikea, „bläde Leid“ oder „Weihnachten in den Bergen“, denn schließlich sei die Spekulatius-Saison bei Edeka ja schon eröffnet, meinte der Liedermacher, der auch mit Roland Hefter auftritt. Die beiden Damen von Puderdose agierten stark mit dem Publikum, strotzten vor Selbstironie und hatten auch keine Scheu vor gespieltem Stöhnen – als Tipp für Frauen, ihre Männer zum Einkaufen zu animieren. Florian Fink, der Auszüge aus seinem ersten Soloprogramm „Naschbrettbauch“ zeigte, machte seinem Titel als Oberbayerischer Witzemeister 2019 alle Ehre. Einigen der Besucher dürfte er vom Neichinger Schupfatheater bekannt sein, denn auch da sorgte er als Schauspieler und Autor schon für Lacher. Glimplich davon kam bei allen sechs Kabarettisten die bayerische Staatsregierung. Erstaunlich wenig Kritik äußerten die Künstler an der Politik, die die Kultur in der Pandemie wahrlich als Stiefkind behandelt hatte. Nicht so unbeschwert wie früher, aber froh, ein wenig Kulturluft geschnuppert zu haben, strömten die Gäste in die spätsommerliche Nacht. (Alexandra Anderka).


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