40 Gestaltung Kleiner Garten

40 Gestaltung Kleiner Garten

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Garten Gartengestaltung Freisitz: Entspannung im Outdoor-Wohnzimmer Als Freisitz bezeichnet man eine Aufenthaltsmöglichkeit im Freien, die vor Wind, Regen und neugierigen Blicken schützt, Lärm abhält und je nach Geschmack des Benutzers viel Sonne oder viel Schatten bietet. Ein Freisitz sollte Sitzmöglichkeiten haben, zum längeren Verweilen einladen, zur Entspannung dienen, die Kommunikation anregen, eine schöne Aussicht bieten und einen Kurzurlaub im eigenen Garten ermöglichen. Der Name Freisitz hat sich für eine Art freistehendes, leicht erhöhtes, im Garten stehendes Deck aus Holz, mit oder ohne Überdachung, durchgesetzt. Er kann größentechnisch jedem Garten angepasst werden und damit auch in vergleichsweise kleinen Outdoorbereichen eine Ruhezone bieten. Balkon, Loggia, Terrasse ohne Überdachung, Veranda, das überdachte aber nicht umbaute Deck-Teil vor dem Gartenhaus, Söller, Altane, Beischlag sowie der Laubengang wenn er eine Sitzmöglichkeit bietet – sie alle fallen qua Definition ebenfalls in die Kategorie Freisitz. Übrigens: Der Freisitz ist ein Teekesselwort. Im Mittelalter war ein Freisitz ein Bauerngut, das keine Abgaben oder Lehen mehr bezahlen musste. Regional hat der Freisitz noch weitere Bedeutungen: beispielsweise als Synonym für den Hochsitz der Jäger und als Name für den Teil einer Restaurant-Terrasse, auf dem die Gäste selbst mitgebrachtes Essen verzehren können, der Wirt also nur die Getränke dazu verkauft. Die Klöseners in der Bittermark: Dankbar für ihr Garten-Paradies Wer an der Garage vorbei in den Garten der Klöseners geht, staunt nicht schlecht: wie ein kleiner, reichlich bepflanzter Park wirkt diese Oase. Buchsbaumhecken umrunden abgezirkelte Beete. Darin finden sich Rosen, Margeriten und allerlei mehr. Jedes Beet ist wie eine kleine, eigene Insel. Neben den Inseln gibt es Rasenstücke, auf denen Stühle zum Verweilen einladen. Wegesystem zwischen den Beeten Ein richtiges Wegesystem zwischen den Beet-Inseln hat der 86-jährige Herbert Klösener angelegt. Wie auch alles andere hier. Es führt durch den Garten, teils um ihn herum. Hinter jeder Hecke, hinter jeder Ecke öffnet sich ein neues, verstecktes Plätzchen. FOTOSTRECKE Bildergalerie
Roswitha und Herbert Klösener lieben ihren Garten. In unserer Gartenserie stellen wir sie und ihr kleines Paradies in der Bittermark vor. Seit 30 Jahren arbeitet Herbert Klösener immer weiter an dem Kleinod. Er baute eine kleine Laube an die Garage an, hob einen Teich aus. Es gibt Obst und Gemüse, aber noch mehr Zierpflanzen, Obstbäume und ein Wegesystem, das zwischen Beeten und Rasenflächen entlang führt.
Unter der Korkenzieherhasel lässt es sich gut aushalten.© Nicola SchubertVersteckt hinter dem Schilf: Die Klöseners.© Nicola SchubertEine Buddha-Figur ruht über dem Gartenteich.Der Teich von oben.© Nicola SchubertIm Vordergrund eine Rose, im Hintergrund ist gut ein Teil des Wegesystems zu erkennen.Blick aus der kleinen Laube, dem "blauen Salon", in den Garten.© Nicola SchubertBlick auf die kleine Laube.© Nicola SchubertDie Zwiebeln, aus denen grüne Blätter sprießen, hat das Paar mal aus dem Urlaub mitgebracht.Einen abgeschirmten Außenbereich für die Wohnung im Erdgeschoss hat Herbert Klösener auch hergerichtet.© Nicola SchubertAuch an selbstangebautem Gemüse fehlt es nicht.Blick in die kleine Laube "blauer Salon".© Nicola SchubertBlick zum Haus hin.© Nicola Schubert Der Höhepunkt und gleichzeitig das Zentrum des Gartens ist ein Teich. Mit Schilf darin, wilden Erdbeeren an den Seiten und Fischen im Wasser. Hier ist es lauschig, hier sitzt man gern auf der Bank am Rand unter einem Sonnenschirm und der alten Korkenzieherhasel. Hier erzählen die Klöseners, wie ihr Garten zustande kam. Als Mieter komplett freie Hand Als sie einzogen, vor mehr als 30 Jahren, sah der Garten völlig anders aus. Im Gegensatz zu heute könnte man vielleicht sagen: fast unberührt. „Es gab drei Obstbäume, eine Ligusterhecke und ansonsten grüne Wiese“, sagt Herbert Klösener. Das heutige Bild ist ein völlig anderes. Dafür hat das Paar, das zur Miete wohnt, wie es betont, selbst gesorgt. In der freundlichen Hausgemeinschaft - zwei Parteien - war schon immer gute Stimmung. Als die Klöseners einzogen lebte und wohnte die damalige Hausbesitzerin noch im Erdgeschoss. Von den Klöseners wird sie liebevoll Klärchen genannt. Sie ließ ihnen völlig freie Hand in der Gestaltung des Gartens. Sauna in der Garage Und nicht nur dort: Auch die Garage durften die Klöseners umgestalten. Eine Sauna, eine kleine Küche und eine Dusche hat Herbert Klösener eingebaut. Zu einer richtigen Laube erweiterte er mit einer Holzkonstruktion noch die Garage. Hier haben sich die Klöseners ihren „blauen Salon“, wie sie ihn nennen, eingerichtet.
Der schöne mit Schilf und Seerosen bedeckte Teich der Klöseners.

© Nicola Schubert

Mit blauen Holzstühlen, einer blauen Bank, blauen Fensterleisten und blau gerahmten Bildern. „Im Sommer leben wir eigentlich hier unten“, sagt Roswitha Klösener trocken. Sie meint es nicht ganz ernst, aber eigentlich doch. Typisch Ruhrgebiets-Humor eben. Rosenbogen und Himbeersträuche Im hinteren Teil des Gartens, wieder über das Wegesystem zu erreichen, ist ein Kompostbereich mit kleinen Gemüsebeeten, von dort links hinter einer Hecke entlang ist die „kleine Werkstatt“, wo ein paar kleinere Gartengeräte liegen. Wieder um die Hecke gelaufen - fast ein Parcours - steht der Gartenfreund vor Himbeersträuchern am Fuße eines Rosenbogens. Romantisch. Die Klöseners sind keinen ganz geraden Weg gegangen. Sie lernten sich in einer Reha kennen, beide waren verheiratet, beide hatten Kinder. Sie kamen zusammen und ließen ihre Familien zurück. „Das war sehr schwierig damals, es war ja auch noch eine etwas andere Zeit“, erzählt Roswitha. Heute - 42 Jahre später - hat sich das längst erledigt mit der schwierigen Zeit, alle sind eine Familie. Und ausschließlich ungern erinnert sich Frau Klösener nicht: „Die ersten neun Jahre in ‚wilder‘ Ehe waren auch eine tolle Zeit, es war spannend“, lässt die 75-Jährige ihren Humor aufblitzen. Handwerklich geschickt: ausgeklügelte Bewässerung Roswitha Klösener fing damals wieder an zu arbeiten, nach 16 Jahren als Hausfrau. Zunächst in ihrem alten Beruf als Zahnarzthelferin, dann in der Küche des Casinos an der Syburg. Herbert Klösener war bei Freundlieb Betriebselektriker, engagierte sich im Betriebsrat.
Die "Liebeslaube".

© Nicola Schubert

Sein handwerkliches Geschick hat er auch in seinem Garten spielen lassen: zur Bewässerung des Teichs und der Pflanzen hat er ein ausgeklügeltes Regenauffang- und Bewässerungssystem gebaut, mit Regentonne und Wassertank, Schläuchen, „alles selbst verlegt“. Der Garten scheint nicht nur sein Gesamtkunst-, sondern auch sein Lebenswerk zu sein. „Liebeslaube“ Ein besonderer Hingucker ist die „Liebeslaube“. Die Klöseners haben für viele Plätzchen ihren eigenen Namen. Die „Liebeslaube“ ist eine große Kirschlorbeerhecke, in die im unteren Bereich eine runde Aussparung geschnitten ist. Mit dem Gartenstuhl kann man sich so fast unter den Busch setzen, ist dadurch vor Regen oder Sonne geschützt. Ein anderes schattiges Plätzchen an heißen Tagen befindet sich rechts oberhalb der „Liebeslaube“. Auch hier stehen zwei Gartenstühle und ein relativ junger Apfelbaum, denn der Garten wächst immer weiter. „Ein zweites Leben“ Dass das geht, ist für die Klöseners ein Geschenk: In den vergangenen zwei Jahren war Herbert Klösener viel im Krankenhaus, eine seiner Herzklappen arbeitete nicht richtig. Die rettende OP war riskant, nach reiflicher Überlegung entschied er sich dafür. Der Mut wurde belohnt: Herbert Klösener erholt sich gut von der Operation im Mai. Wie seine Frau ist er überglücklich, dass alles gut verlaufen ist und er nun wieder seinen Garten genießen kann, „als wäre mir ein zweites Leben geschenkt worden“. Sie hätten so viel Glück im Leben gehabt, sagen sie. Das Ehepaar Klösener scheint nicht zu Sentimentalitäten zu neigen. Umso bewegender ist es, wenn der Hobbygärtner sagt: „Das Wichtigste ist Dankbarkeit. Dankbar sein hat Heilkraft.“ Ebenso wie sein Garten, das kleine Paradies der Klöseners. So können auch Sie bei der Gartenserie mitmachenAuch Sie haben einen schönen Garten oder tollen Balkon, den Sie gern im Rahmen der Serie „Querbeet“ vorstellen möchten? Dann melden Sie sich unter Tel. 9059 4821 oder schreiben Sie eine E-Mail mit Ihrer Adresse und der Besonderheit Ihres Gartens/Balkons an Dortmund@lensingmedia.de Das Naturstein-Unternehmen Kamp hat einen privaten Showroom in Kempen 17. September 2020 um 16:47 Uhr Sabine und Andreas Kamp sowie Hündin Jule verbinden in ihrem Garten an der Tiefstraße 16 Arbeit und Freizeit. Foto: Reimann, Friedhelm (rei) Kempen. Das Naturstein-Unternehmen Kamp hat einen privaten Showroom an der Tiefstraße in der Kempener Altstadt.

Gärten, Steine, Kempen – das ist ein heikler Dreiklang geworden. Wie berichtet, will die Stadtverwaltung auf Basis von Vorschriften in Bebauungsplänen und Gestaltungssatzungen verstärkt gegen einbetonierte oder mit Kies bedeckte Vorgärten vorgehen. Und in Teilen Kempens, zum Beispiel im Gebiet „An der Kreuzkapelle“, geschieht das auch auch schon. Die Gestaltungssatzung für neue Baugebiete schreibt beispielsweise im Punkt 6 eindeutig vor: „Die Vorgärten sind wasseraufnahmefähig zu belassen oder herzustellen, zu begrünen und zu bepflanzen. Flächenversiegelungen sowie Kies- und Schotterbeläge sind  unzulässig. Ausgenommen hiervon sind die Hauszugänge sowie die planungsrechtlich zulässigen Flächen für Stellplätze und Nebenanlagen.“ Einen völlig anderen Weg der Stein-Gestaltung beschreiten Sabine und Andreas Kamp. Der Kempener Meisterbetrieb des aus Anrath stammenden Garten- und Landschaftsbauers und seiner Frau aus Vinkrath hat sich auf Natursteine spezialisiert. In einer Art privatem „Showroom“ hinter ihrem Wohnhaus an der Tiefstraße (Geburtshaus des Mundartdichters Heinz Mellen), können sie seit einigen Wochen bei Bedarf zeigen, wie sich vom Menschen geordnete Steine und Natur vertragen. „Die Trockenmauern halten ohne Mörtel, allein durch den Gegendruck der Beet-Erde“, erklärt Sabine Kamp, die eigentlich gelernte Verkehrskauffrau ist und daher auch die Büroarbeit im Unternehmen übernimmt. Info Infos Betrieb Gegründet hat Andreas Kamp seinen Betrieb vor 16 Jahren. Die Geräte wurden zunächst in einem renovierten Hühnerstall (in der Hahnenweide) gelagert. Heute befindet sich der Betriebshof am Hotsweg. Das Büro ist im Wohnhaus der Familie, zu der auch Tochter Amelie und Hund Jule gehören. Die botanisch genutzten Mäuerchen in dem kleinen Garten in der Altstadt erinnern an mediterrane Gärten oder Feldbegrenzungen in Irland oder Wales. Man erwartet fast, dass sich Eidechsen zeigen, um sich auf den von der Septembersonne erwärmten Steinen zu wärmen. Außer der Wasserschildkröten im – natürlich selbst gemauerten – Brunnen haben die Kamps zwar in ihrem Garten noch kein Kriechtier gesichtet, dafür schätzten aber Insekten und Spinnen die Unterschlupfmöglichkeiten zwischen den Steinen, so Sabine Kamp. Bei der Verarbeitung von Natursteinen als Bodenbelag, was der 46-jährige Galabauer mit einem Schmunzeln auch „Puzzlen für Fortgeschrittene“ nennt, wird die Fläche mit einer wasserdurchlässigen, offenporigen Fuge abgeschlossen, die eine Versickerung zulässt. Diese Arbeit ist zeitaufwändig. Wer bei seinem Garten vor allem auf die Kosten schaut, dürfte eher zu alternativen Gestaltungsmöglichkeiten greifen. „Kunden, die Natursteine anfragen, sind in den meisten Fällen keine jungen Eigenheimbesitzer, sondern möchten ihren Garten nach vielen Jahren umgestalten“, sagt Kamp. Er verweist auf die Langlebigkeit des Materials, dass er vom Unternehmen Baustoffe von Zydowitz in St. Tönis bezieht. „Es kann ruhig verwittern und sieht immer noch toll aus. Dann und wann muss lediglich eine kleine Ecke ausgebessert werden.“

Vom Naturstein allein könnte das Kamp-Team, das noch zwei festangestellte Gesellen umfasst, nicht existieren. Angeboten werden auch die „klassischen Galabau-Arbeiten“ wie Grünpflege, Betonsteinpflasterungen, Rollrasenverlegung, Gehölzschnitt und Teichbau. „Ein paar schöne Baustellen mit Natursteinen gibt es pro Jahr“, so Sabine Kamp, die sich auch um naturnahe, insektenfreundliche Bepflanzung und Staudenberatung für jeden Standort kümmert. „Oft kann man auch ohne bautechnische Maßnahmen einem bestehenden Garten mit einer neuen Bepflanzung ein völlig neues Gesicht verleihen“, empfiehlt die 44-Jährige. Immer wichtiger werden, so das Duo, durch den Klimawandel auch Bewässerungsanlagen, die richtig abgestimmt und fachgerecht eingebaut sogar Wasser sparen, im Vergleich zum Wässern mit dem Gartenschlauch. Insgesamt kommt das Gros der Aufträge aus dem Kreis Viersen, doch auch in Düsseldorf, Mönchengladbach oder Neuss ist man tätig. Hausverwaltungen und Privatleute rufen das Ehepaar Kamp. Viele sind Stammkunden. „Bei unserem allerersten Kunden haben wir kürzlich mal wieder gearbeitet“, sagt Sabine Kamp..


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