40 Partizipation Im Kindergarten Beispiele

40 Partizipation Im Kindergarten Beispiele

partizipation im kindergarten beispiele

Hirte: "Die Kinder beim Fußball halten" Mehr Ballkontakte, mehr Beteiligung am Spielgeschehen und ein kindgerechtes Spiel: Das sind die Ziele, welche die veränderten Spielformen im Kinderfußball in den Altersklassen von der U 6 bis zur U 11 verfolgen. Markus Hirte, Sportlicher Leiter der Talentförderung beim DFB, spricht nach dem ersten Jahr der großen Pilotphase im DFB.de-Interview über die bisherigen Erkenntnisse, wie es weitergehen soll und welche Möglichkeiten sich ab dieser Saison mit der Einbindung der "TeamPunkt"-App ergeben. DFB.de: Herr Hirte, wie ist der aktuelle Stand bei den neuen Spielformen im Kinderfußball nach rund einem Jahr Pilotphase? Markus Hirte: Es ist weiterhin ein kontinuierlicher Prozess. Wir haben jetzt alle 21 Landesverbände im Boot. Wir befinden uns auf dem Weg, das Konzept dort zu etablieren. Da die neuen Spielformen noch nicht den offiziellen Spielbetrieb ersetzen, kann man den aktuellen Stand als erweiterte Pilotphase bezeichnen. Die nächste Saison wird für Turniere und Veranstaltungen mit den neuen Spielformen genutzt. Es geht nun darum, Multiplikatoren zu schaffen, um die neuen Spielformen in den Regelspielbetrieb zu überführen. Wir fokussieren uns momentan auf die Bambinis und die F-Jugend. Die Wettbewerbsform als Turnier mit auf- und absteigenden Spielfeldern etabliert sich zunehmend. Bei der E-Jugend brauchen wir noch etwas Zeit. Insbesondere beim Sieben-gegen-Sieben mit Nebenspielfeldern, sodass alle Kinder in Aktion sind. Das wird einfacher, wenn alle Beteiligten in diese Altersstufe hineinwachsen. DFB.de: Welche Erkenntnisse haben Sie aus der bisherigen Pilotphase gewonnen? Hirte: Im sportlichen Bereich herrscht eine hohe Akzeptanz für die Sinnhaftigkeit der Wettbewerbsformen und darüber, die Spielfelder und Mannschaftsgrößen mit den Kindern mitwachsen zu lassen. Wir werben für den Sinn und die Flexibilität in den Wettbewerbsformen. Es soll nicht dogmatisch damit umgegangen werden, sondern im Sinne der Kinder. Wir haben die neuen Spielformen eingeführt, weil die Wettbewerbe etwas anderes gefordert haben als das, was wir schon seit 20 Jahren in der Trainerausbildung fordern. Es muss jetzt umgekehrt sein. Die Wettbewerbe geben die Sinnhaftigkeit vor. Gerade im organisatorischen Bereich haben uns die Pilotprojekte viele Erkenntnisse gebracht. Die Sporthochschule Köln und die Uni Rostock haben die Piloten begleitet. Die Erkenntnisse dort bestätigen genau das, was wir anvisiert haben. Alle Kinder sind am Spiel mehr beteiligt, haben viel mehr Erfolgserlebnisse und Torschüsse. DFB.de: Welche Lehren haben Sie bezüglich der Organisation gezogen? Hirte: Der gesamte organisatorische Bereich ist immens wichtig. Dort haben wir die Notwendigkeit gesehen, eine App zur Verfügung zu stellen, die sowohl den Trainern und Vereinen die Turnierorganisation erleichtert, aber auch den Verbänden und Kreisen hilft. Die App ist auch ganz wichtig in der Überzeugungsarbeit, um Vorbehalte aufzuheben. DFB.de: Sie haben die "TeamPunkt"-App angesprochen. Wie sieht die Umsetzung dort konkret aus? Hirte: In der App können Trainer und Vereine Turniere erstellen oder suchen. In der Planung eines Turnieres kann sich untereinander ausgetauscht werden - zum Beispiel, welcher Verein Tore, Stangen oder Hütchen mitbringt. Zudem geben wir den Kreisen eine technische Organisations– und Ansetzungsstruktur an die Hand. Das ist für viele Kreise und Verbände enorm wichtig und durch die App möglich. Dadurch haben wir eine Basis, die den Spielbetrieb überhaupt gewährleistet. Je einfacher und übersichtlicher den Vereinen die Organisation erscheint, desto eher gehen sie diese an. DFB.de: Ist es nun das Ziel, die neuen Spielformen in den Regelspielbetrieb des Kinderfußballs zu integrieren? Hirte: Genau. Die Turnierform im Zwei-gegen-Zwei bei den Bambinis bis hin zum Sieben-gegen-Sieben in der E-Jugend soll einmal der Regelspielbetrieb an Spieltagen werden. Da können zum Beispiel fünf Vereine zusammenkommen, die jeweils mehrere Teams stellen, sodass man eine Turnierform hat. Mir ist dabei eine Sache sehr wichtig: Es geht uns ums Gewinnen und Verlieren. Es geht nicht darum, irgendetwas abzuschaffen - im Gegenteil. Kinder wollen sich messen. Sie freuen sich wie ein Schneekönig, wenn sie gewinnen und ärgern sich sehr, wenn sie verlieren. Sie müssen beides erfahren. Aber die Langfristigkeit einer Tabelle ist ein Gedanke, den wir aus dem Erwachsenenbereich den Kindern auferlegen. In der Turnierform fällt die wochenlang über ihnen schwebende Tabelle weg. Ein Fehler im Spiel hängt den Kindern dadurch nicht tagelang nach. Sie erleben aber trotzdem das Gewinnen und Verlieren. DFB.de: Wie wichtig sind die neuen Spielformen für die Weiterentwicklung des Ausbildungs- und Talentfördersystems in Deutschland? Hirte: Wir sind optimistisch, damit mehr Kinder dauerhaft für den Fußball und das aktive Fußballspielen zu begeistern. Die Freude, die Partizipation am Geschehen und das Sammeln von Erfolgserlebnissen sind dafür die Basis. Kinder lernen besser, wenn sie etwas mit Freude machen. Wenn sie viele Wiederholungen machen. Wenn sie beteiligt sind und sich für das Geschehen auf dem Platz als wirksam erfahren. Das hat eklatante Auswirkungen auf diejenigen, die etwas mehr Begabung mitbringen. Die Trainerinnen und Trainer soll sich in den jungen Altersklassen zurücknehmen, mehr organisieren und auf dem Platz den Kindern Entscheidungsfreiheit überlassen. Da weniger auf dem Platz los ist, erkennen die Kinder besser, was die Situation von ihnen konkret erfordert. Das Kind muss merken, dass es selbst das Spiel beeinflusst. Diese Erfahrungen sind wichtig und entscheidend. Wir wollen vermeiden, dass der Trainer die Kinder wie Schachfiguren auf dem Feld hin- und herschiebt. DFB.de: Welche Rückmeldungen haben Sie bislang aus den Vereinen erhalten? Hirte: Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt die großen Bedenkenträger und die, die sehr engagiert dabei sind. Im Raum Berlin oder Köln gibt es zum Beispiel bereits etablierte Wettbewerbe, die sich teilweise auch schon zusammengeschlossen haben. Wo die Überzeugung herrscht, dass es kindgerecht und sinnvoll ist, da besteht auch die Überzeugung, dass es organisiert werden kann. Auf der anderen Seite gibt es noch einige, die sagen, dass das alles so nicht funktioniert. Es wird aktuell geprüft, wie die Vereine bei der Anschaffung der nötigen Materialien, insbesondere der Mini-Tore, unterstützt werden können. Das sind auch Dinge, die man im Trainingsbetrieb immer wieder und überall nutzen kann. Der Aufwand für die Vereine ist nicht so erschlagend. Es ist eine Frage der Priorisierung. Daher ist die Überzeugungsarbeit so wichtig. Dafür wollen wir prominente Gesichter aus dem Nachwuchsbereich einbinden. Durch die Traineraus- und -fortbildung wird das Konzept ebenfalls weitergetragen. DFB.de: Welche Einwände höre Sie von den Bedenkenträgern? Hirte: Wir sind noch dabei zu vermitteln, dass bei den Bambinis keine Torwartausbildung notwendig ist. Die Kleinen müssen erstmal kicken lernen. Natürlich können sie trotzdem mal ein Tor mit den Händen verteidigen. Spätestens in der F-Jugend mit dem Fünf-gegen-Fünf haben wir die Option Torhüter fest miteinzubinden. Ich halt es sogar für falsch, Torhüter zu früh zu spezialisieren. DFB.de: Es wird immer schwieriger, Kinder beim Fußball zu halten. Das Leben wird immer schnelllebiger und bietet eine Fülle von Möglichkeiten, auch für Kinder. Welche Bedeutung haben die veränderten Spielformen in dieser Hinsicht? Hirte: Das geringere Problem ist die Begeisterungsfähigkeit der Kinder für den Fußball. Die ist ungebrochen. Die Kinder beim Fußball zu halten, ist schwieriger. Momentan kommt es vor allem darauf an, ob die Kinder erfolgreich sind, ob sie regelmäßig spielen und zu den besten ihrer Mannschaft gehören. Wenn das nicht passt, hören sie auf und machen etwas anderes. Diese Halbwertszeit wird immer kürzer. Deswegen wird es immer wichtiger, den Kindern den grundsätzlichen Spaß zu erhalten und zu vermitteln. Dabei ist ihre Beteiligung am Geschehen der Schlüssel, um sie langfristig beim Fußball zu halten. Auch viele Vereinskonzepte müssen überdacht werden. Die traditionellen Abläufe mit festen Trainingstagen ohne Flexibilität entsprechen nicht mehr dem modernen Leben. Aber das ist wieder ein ganz anderes Feld. Es müssen also schon mehrere Dinge zusammenkommen. Die neuen Spielformen im Kinderfußball sind jedenfalls ein ganz elementarer Baustein, um Kinder beim Fußball zu halten. [dfb] Mehr Ballkontakte, mehr Beteiligung am Spielgeschehen und ein kindgerechtes Spiel: Das sind die Ziele, welche die veränderten Spielformen im Kinderfußball in den Altersklassen von der U 6 bis zur U 11 verfolgen. Markus Hirte, Sportlicher Leiter der Talentförderung beim DFB, spricht nach dem ersten Jahr der großen Pilotphase im DFB.de-Interview über die bisherigen Erkenntnisse, wie es weitergehen soll und welche Möglichkeiten sich ab dieser Saison mit der Einbindung der "TeamPunkt"-App ergeben. DFB.de: Herr Hirte, wie ist der aktuelle Stand bei den neuen Spielformen im Kinderfußball nach rund einem Jahr Pilotphase? Markus Hirte: Es ist weiterhin ein kontinuierlicher Prozess. Wir haben jetzt alle 21 Landesverbände im Boot. Wir befinden uns auf dem Weg, das Konzept dort zu etablieren. Da die neuen Spielformen noch nicht den offiziellen Spielbetrieb ersetzen, kann man den aktuellen Stand als erweiterte Pilotphase bezeichnen. Die nächste Saison wird für Turniere und Veranstaltungen mit den neuen Spielformen genutzt. Es geht nun darum, Multiplikatoren zu schaffen, um die neuen Spielformen in den Regelspielbetrieb zu überführen. Wir fokussieren uns momentan auf die Bambinis und die F-Jugend. Die Wettbewerbsform als Turnier mit auf- und absteigenden Spielfeldern etabliert sich zunehmend. Bei der E-Jugend brauchen wir noch etwas Zeit. Insbesondere beim Sieben-gegen-Sieben mit Nebenspielfeldern, sodass alle Kinder in Aktion sind. Das wird einfacher, wenn alle Beteiligten in diese Altersstufe hineinwachsen. DFB.de: Welche Erkenntnisse haben Sie aus der bisherigen Pilotphase gewonnen? Hirte: Im sportlichen Bereich herrscht eine hohe Akzeptanz für die Sinnhaftigkeit der Wettbewerbsformen und darüber, die Spielfelder und Mannschaftsgrößen mit den Kindern mitwachsen zu lassen. Wir werben für den Sinn und die Flexibilität in den Wettbewerbsformen. Es soll nicht dogmatisch damit umgegangen werden, sondern im Sinne der Kinder. Wir haben die neuen Spielformen eingeführt, weil die Wettbewerbe etwas anderes gefordert haben als das, was wir schon seit 20 Jahren in der Trainerausbildung fordern. Es muss jetzt umgekehrt sein. Die Wettbewerbe geben die Sinnhaftigkeit vor. Gerade im organisatorischen Bereich haben uns die Pilotprojekte viele Erkenntnisse gebracht. Die Sporthochschule Köln und die Uni Rostock haben die Piloten begleitet. Die Erkenntnisse dort bestätigen genau das, was wir anvisiert haben. Alle Kinder sind am Spiel mehr beteiligt, haben viel mehr Erfolgserlebnisse und Torschüsse. DFB.de: Welche Lehren haben Sie bezüglich der Organisation gezogen? Hirte: Der gesamte organisatorische Bereich ist immens wichtig. Dort haben wir die Notwendigkeit gesehen, eine App zur Verfügung zu stellen, die sowohl den Trainern und Vereinen die Turnierorganisation erleichtert, aber auch den Verbänden und Kreisen hilft. Die App ist auch ganz wichtig in der Überzeugungsarbeit, um Vorbehalte aufzuheben. DFB.de: Sie haben die "TeamPunkt"-App angesprochen. Wie sieht die Umsetzung dort konkret aus? Hirte: In der App können Trainer und Vereine Turniere erstellen oder suchen. In der Planung eines Turnieres kann sich untereinander ausgetauscht werden - zum Beispiel, welcher Verein Tore, Stangen oder Hütchen mitbringt. Zudem geben wir den Kreisen eine technische Organisations– und Ansetzungsstruktur an die Hand. Das ist für viele Kreise und Verbände enorm wichtig und durch die App möglich. Dadurch haben wir eine Basis, die den Spielbetrieb überhaupt gewährleistet. Je einfacher und übersichtlicher den Vereinen die Organisation erscheint, desto eher gehen sie diese an. DFB.de: Ist es nun das Ziel, die neuen Spielformen in den Regelspielbetrieb des Kinderfußballs zu integrieren? Hirte: Genau. Die Turnierform im Zwei-gegen-Zwei bei den Bambinis bis hin zum Sieben-gegen-Sieben in der E-Jugend soll einmal der Regelspielbetrieb an Spieltagen werden. Da können zum Beispiel fünf Vereine zusammenkommen, die jeweils mehrere Teams stellen, sodass man eine Turnierform hat. Mir ist dabei eine Sache sehr wichtig: Es geht uns ums Gewinnen und Verlieren. Es geht nicht darum, irgendetwas abzuschaffen - im Gegenteil. Kinder wollen sich messen. Sie freuen sich wie ein Schneekönig, wenn sie gewinnen und ärgern sich sehr, wenn sie verlieren. Sie müssen beides erfahren. Aber die Langfristigkeit einer Tabelle ist ein Gedanke, den wir aus dem Erwachsenenbereich den Kindern auferlegen. In der Turnierform fällt die wochenlang über ihnen schwebende Tabelle weg. Ein Fehler im Spiel hängt den Kindern dadurch nicht tagelang nach. Sie erleben aber trotzdem das Gewinnen und Verlieren. DFB.de: Wie wichtig sind die neuen Spielformen für die Weiterentwicklung des Ausbildungs- und Talentfördersystems in Deutschland? Hirte: Wir sind optimistisch, damit mehr Kinder dauerhaft für den Fußball und das aktive Fußballspielen zu begeistern. Die Freude, die Partizipation am Geschehen und das Sammeln von Erfolgserlebnissen sind dafür die Basis. Kinder lernen besser, wenn sie etwas mit Freude machen. Wenn sie viele Wiederholungen machen. Wenn sie beteiligt sind und sich für das Geschehen auf dem Platz als wirksam erfahren. Das hat eklatante Auswirkungen auf diejenigen, die etwas mehr Begabung mitbringen. Die Trainerinnen und Trainer soll sich in den jungen Altersklassen zurücknehmen, mehr organisieren und auf dem Platz den Kindern Entscheidungsfreiheit überlassen. Da weniger auf dem Platz los ist, erkennen die Kinder besser, was die Situation von ihnen konkret erfordert. Das Kind muss merken, dass es selbst das Spiel beeinflusst. Diese Erfahrungen sind wichtig und entscheidend. Wir wollen vermeiden, dass der Trainer die Kinder wie Schachfiguren auf dem Feld hin- und herschiebt. DFB.de: Welche Rückmeldungen haben Sie bislang aus den Vereinen erhalten? Hirte: Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt die großen Bedenkenträger und die, die sehr engagiert dabei sind. Im Raum Berlin oder Köln gibt es zum Beispiel bereits etablierte Wettbewerbe, die sich teilweise auch schon zusammengeschlossen haben. Wo die Überzeugung herrscht, dass es kindgerecht und sinnvoll ist, da besteht auch die Überzeugung, dass es organisiert werden kann. Auf der anderen Seite gibt es noch einige, die sagen, dass das alles so nicht funktioniert. Es wird aktuell geprüft, wie die Vereine bei der Anschaffung der nötigen Materialien, insbesondere der Mini-Tore, unterstützt werden können. Das sind auch Dinge, die man im Trainingsbetrieb immer wieder und überall nutzen kann. Der Aufwand für die Vereine ist nicht so erschlagend. Es ist eine Frage der Priorisierung. Daher ist die Überzeugungsarbeit so wichtig. Dafür wollen wir prominente Gesichter aus dem Nachwuchsbereich einbinden. Durch die Traineraus- und -fortbildung wird das Konzept ebenfalls weitergetragen. DFB.de: Welche Einwände höre Sie von den Bedenkenträgern? Hirte: Wir sind noch dabei zu vermitteln, dass bei den Bambinis keine Torwartausbildung notwendig ist. Die Kleinen müssen erstmal kicken lernen. Natürlich können sie trotzdem mal ein Tor mit den Händen verteidigen. Spätestens in der F-Jugend mit dem Fünf-gegen-Fünf haben wir die Option Torhüter fest miteinzubinden. Ich halt es sogar für falsch, Torhüter zu früh zu spezialisieren. DFB.de: Es wird immer schwieriger, Kinder beim Fußball zu halten. Das Leben wird immer schnelllebiger und bietet eine Fülle von Möglichkeiten, auch für Kinder. Welche Bedeutung haben die veränderten Spielformen in dieser Hinsicht? Hirte: Das geringere Problem ist die Begeisterungsfähigkeit der Kinder für den Fußball. Die ist ungebrochen. Die Kinder beim Fußball zu halten, ist schwieriger. Momentan kommt es vor allem darauf an, ob die Kinder erfolgreich sind, ob sie regelmäßig spielen und zu den besten ihrer Mannschaft gehören. Wenn das nicht passt, hören sie auf und machen etwas anderes. Diese Halbwertszeit wird immer kürzer. Deswegen wird es immer wichtiger, den Kindern den grundsätzlichen Spaß zu erhalten und zu vermitteln. Dabei ist ihre Beteiligung am Geschehen der Schlüssel, um sie langfristig beim Fußball zu halten. Auch viele Vereinskonzepte müssen überdacht werden. Die traditionellen Abläufe mit festen Trainingstagen ohne Flexibilität entsprechen nicht mehr dem modernen Leben. Aber das ist wieder ein ganz anderes Feld. Es müssen also schon mehrere Dinge zusammenkommen. Die neuen Spielformen im Kinderfußball sind jedenfalls ein ganz elementarer Baustein, um Kinder beim Fußball zu halten. ###more### Suche nach dem Kinderrechte-Lied 2020 {% if (item.crop) { % {%= item.title % {% else { % {%= item.title % {% % {% if (item.flag != null || item.link.siteAlias && item.link.siteAlias.substring(0,3) != "stm") { % {% if (item.flag == null) { % {%- { "bgl": 'Burgenland', "ktn": 'Kärnten', "noe": 'Niederösterreich', "ooe": 'Oberösterreich', "sbg": 'Salzburg', "stm": 'Steiermark', "tir": 'Tirol', "vbg": 'Vorarlberg', "wie": 'Wien' [item.link.siteAlias.substring(0,3)] % {% else { % {%= item.flag % {% % {% % Kinderrechte in Kommunen: „Signale für einen Aufbruch“ Kindheit findet dort statt, wo Kinder zu Hause sind – in ihrer Nachbarschaft, in ihrer Schule, in ihrem Stadtviertel. Die Verwirklichung der Kinderrechte ist daher eine wichtige kommunale Aufgabe, denn Stadt- und Gemeindepolitik prägen in hohem Maße das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Zum Weltkindertag 2020 hat UNICEF gemeinsam mit der IW Consult die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter deutschen Städten und Gemeinden veröffentlicht. Welchen Stellenwert hat die Verwirklichung von Kinderrechten in deutschen Städten und Gemeinden heute? Werden Kinder und Jugendliche ausreichend an für sie wichtigen Entscheidungen beteiligt? Welche konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Kinderrechte gibt es bereits? Und was bleibt noch zu tun? Wir haben unserem Leiter der Advocacy- und Programmabteilung Dr. Sebastian Sedlmayr genau diese Fragen gestellt. Dr. Sebastian Sedlmayr leitet die Abteilung Kinderrechte und Bildung bei UNICEF Deutschland.© UNICEF/DT2016-45013/Chiolo Herr Dr. Sedlmayr, warum sind Kinderrechte ein wichtiges Thema für Kommunen? Sedlmayr: Die Rechte und das Wohl von Kindern und Jugendlichen sind für Kommunen auf mittlere Sicht überlebensentscheidend. Denn wie es den Kindern und Familien vor Ort ergeht, wirkt sich unmittelbar auf das Gesamtgefüge aus, auch auf Abwanderung oder Zuwanderung, auf Steuereinnahmen, auf den sozialen Zusammenhalt. Mehr und mehr Kommunen haben das verstanden und suchen nun nach Möglichkeiten, mehr zu tun, auch mehr zu investieren. Das Motto des diesjährigen Weltkindertags heißt „Kinderrechte schaffen Zukunft“. Was heißt das konkret? Sedlmayr: Um das zu illustrieren, sei ein vielleicht etwas extremes Beispiel gestattet. Stellen wir uns vor, eine Gemeinde wird ihrem Auftrag, die Rechte von Kindern auf Schutz, auf Förderung und auf Beteiligung zu verwirklichen so gar nicht gerecht, es gibt keine Infrastruktur für Familien, keine Spielplätze, keine Kitas, die Schule ist marode, zum nächsten Kinderarzt dauert es eine halbe Stunde Autofahrt. Welche Zukunftsaussichten hätte diese Gemeinde wohl? Umgekehrt gesprochen: Wenn Städte und Gemeinden in ihren Nachwuchs investieren, wenn Kinder, Jugendliche und Familien sich dort, wo sie leben wohlfühlen, stärkt das ganz erheblich die Identifikation, den Zusammenhalt und letztlich auch die Leistungsfähigkeit der Kommune. Unsere Umfrage „Kinderrechte in Kommunen“ zeigt, dass das – in etwas anderen Begriffen – praktisch alle befragten Kommunen auch so sehen. Was sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen UNICEF-Umfrage zur Umsetzung der Kinderrechte in Städten und Gemeinden in Deutschland? Sedlmayr: Die Ergebnisse zeigen, dass ein Großteil der befragten Kommunen die Umsetzung der Rechte von Kindern und Jugendlichen als Aufgabe ernst nimmt und bereits Schritte unternommen hat, um die Kinderrechte lokal abzusichern. Neue Einrichtungen wie etwa Kinderbeauftragte, aber auch umfassende Konzepte für eine kinder- und familiengerechtere Kommune sind keine Seltenheit mehr wie noch vor einigen Jahren. Dennoch bleibt noch viel zu tun, denn was getan wird und welche Qualität die Maßnahmen haben, hängt nach wie vor nahezu vollständig vom freiwilligen, oft ehrenamtlichen Engagement in den jeweiligen Kommunen ab. Zur Umfrage Die Studie „Kinderrechte in Kommunen“ beleuchtet, welche Maßnahmen 123 große, mittegroße und kleine Kommunen in Deutschland treffen, um kinderfreundlicher zu werden und welche Herausforderungen und Chancen sie bei der Verwirklichung der Kinderrechte sehen. In den untersuchten Städten und Gemeinden leben insgesamt 11,7 Millionen Menschen, darunter über 1,8 Millionen Kinder. Die Umfrage wurde im Auftrag von UNICEF Deutschland von der IW Consult GmbH, einem Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), durchgeführt. Unterstützende Kooperationspartner des Projektes waren der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Landkreistag, der Verein Kinderfreundliche Kommunen sowie das Deutsche Kinderhilfswerk. Kinder und Jugendliche haben das Recht, bei den Themen, die sie betreffen, gehört und beteiligt zu werden. Geschieht das schon ausreichend auf kommunaler Ebene? Sedlmayr: Ich war zugegeben erstaunt, dass 93 Prozent der befragten Kommunen die Partizipation von Kindern und Jugendlichen als wichtig oder sehr wichtig eingestuft haben. Das zeigt eine große Sensibilisierung für das Thema bzw. für die Belange von Kindern und Jugendlichen. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich zwar, dass qualitätsvolle Beteiligung mit kindgerechter Begleitung konkreter Prozesse weiterhin eher selten ist. Aber immerhin hat die Mehrzahl der befragten Kommunen inzwischen Erfahrungen gesammelt mit Befragungen von Kindern und Jugendlichen oder der punktuellen Einbeziehung in Planungsprozessen. Auf diesen Erfahrungen lässt sich aufbauen. 2015 setzte Regensburg einen Jugendbeirat ein. Der Jugendbeirat dient der Interessensvertretung aller Kinder und Jugendlichen in Regensburg.© Stadt Regensburg Haben Sie die Ergebnisse der Umfrage überrascht? Sedlmayr: Neben den Werten zur Wichtigkeit von Partizipation hat mich doch überrascht, wie klar die befragten Kommunen die Investitionen in Kinderfreundlichkeit unmittelbar mit einer Verbesserung der Gesamtsituation sehen, und zwar auch in auf den ersten Blick fern erscheinenden Feldern wie der Kriminalitätsbekämpfung. Natürlich stützen die Ergebnisse unsere Grundthese, dass Kinderrechte die kommunale Entwicklung fördern. Aber ich hätte nicht gedacht, dass in Deutschland dieses Bewusstsein schon so weit verbreitet und verankert ist. Was kann jede Bürgermeisterin und jeder Bürgermeister konkret tun, um Kinderrechte vor Ort umzusetzen? Sedlmayr: Die Initiative Kinderfreundliche Kommunen, die UNICEF Deutschland mit dem Deutschen Kinderhilfswerk aufgebaut hat und auch künftig weiterträgt, hat in den vergangenen Jahren sowohl eine breite Basis an Fachwissen über kommunale Kinderrechte zusammengetragen als auch einen prozessualen Rahmen erarbeitet, dem sich prinzipiell jede Kommune in Deutschland anschließen kann. Aber auch ohne ein „Siegel“ für Kinderfreundlichkeit können die vielfältigen Materialien aus der Initiative dazu dienen, sich lokal um Kinder- und Jugendrechte nach Qualitätsstandards zu kümmern. Wenn Politik, Gesellschaft und auch die lokale Wirtschaft an einem Strang ziehen, kann das einen echten Aufbruch für Kommunen bedeuten. Die Signale dafür stehen günstig. Temporäre Spielstraße in Berlin© mauritius images SZ Photo Creative snapshot-photographyF.Boillot Wie kann die Landes- und Bundespolitik Städte und Gemeinden unterstützen, kinderfreundlicher zu werden? Sedlmayr: Die Kommunen in Deutschland sind für vieles zuständig, das sich direkt auf Kinder, Jugendliche und Familien auswirkt. Das zeigt sich in der momentanen Lage der Covid-19-Pandemie mit einer gewissen Schärfe, die für alle Beteiligten nicht immer angenehm ist. Wie ist es um ausreichend bezahlbaren Wohnraum bestellt, wie um den Schlüssel von Kita-Personal, wie um niedrigschwellige Präventionsangebote gegen häusliche Gewalt? Die lokale Ausstattung in all diesen Bereichen divergiert innerhalb des Landes, innerhalb von Bundesländern und selbst innerhalb von Kommunen. Zu viel hängt vom Engagement Einzelner ab. Deshalb braucht es einen verbindlichen Rahmen, den wir vornehmlich in der Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz sehen, und es braucht eine verlässliche Finanzierung, um für Kinder gleichwertige Lebensverhältnisse und Chancengleichheit herzustellen. Initiative Kinderfreundliche Kommunen UNICEF unterstützt Städte und Gemeinden dabei, die Rechte aller Kinder und Jugendlichen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zu stärken. Mit dem Ziel Kinderrechten in Kommunen mehr Gewicht zu verschaffen, hat UNICEF 1996 die Child Friendly Cities Initiative ins Leben gerufen. Mittlerweile gehören der Initiative weltweit mehr als 40 Länder an. Auch in Deutschland haben sich bereits über 30 Städte und Gemeinden dem Programm Kinderfreundliche Kommunen angeschlossen. Wie sieht Ihr Fazit aus? Was wünscht UNICEF sich für die Zukunft von Kindern in deutschen Städten und Gemeinden? Sedlmayr: Platz im Freien und in den Wohnungen, gute Luft, Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen, die jedes einzelne Kind und jeden einzelnen Jugendlichen willkommen heißen und wertschätzen, und vor allem mehr qualitätsvolle Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Entwicklung ihrer Kommune. Das stärkt die lokale Identität, den Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit der Kommunen sowie des ganzen Landes. Familienfreundliches Wohnen am Ackermannbogen in München mit Rodelhügel, vielen Grünflächen und einem integrativen Spielplatz, der auch behinderten Kindern Spielmöglichkeiten bietet.© zaharias landschaftsarchitekten.


GRIN Partizipation Ein Thema für den Kindergarten von partizipation im kindergarten beispiele, partizipation im kindergarten beispiele, beispiele f r partizipation im kindergarten,

beispiele fur partizipation im kindergarten, beispiele partizipation kindergarten, partizipation kita beispiele, partizipation kindergarten beispiele, beispiele partizipation im kindergarten, praktische beispiele fur partizipation im kindergarten,
[gembloong_gallery limit=12 random=false]
schulamt partizipation in kindergarten und grundstufe ein partizipation in krippe kindergarten und hort partizipation im kindergarten was dürfen kinder entscheiden weil ich es so sage “ï ¿ – adultismus die macht der schulamt partizipation in kindergarten und grundstufe ein pädagogische grundsätze partizipation in der kita pdf kostenfreier download schwerpunkte der pädagogischen arbeit hausarbeiten qualifizierung von fachkräften für partizipation von kindern und jugendlichen in der kommune konzipierung eines schulamt partizipation in kindergarten und grundstufe ein
beispiele f r partizipation im kindergarten, partizipation im kindergarten beispiele,