40 Schadlinge Im Garten

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Kohlerdfloh und Kirschessigfliege: Das hilft gegen Schädlinge im Garten

Nicht nur Schnecken machen Hobbygärtnern zu schaffen. Auch winzigen Tierchen haben ein Zerstörungspotenzial. Eine Expertin gibt Tipps, wie man sie bekämpfen kann.
Von Daniela Hungbaur Was winzige Tierchen für gigantische Schäden anrichten können, muss man Hobbygärtnern nicht erzählen. Da hat wohl jeder seine Erfahrungen. Doch ein paar der gewieften Kreaturen sind in diesem Jahr besonders aktiv. Marianne Scheu-Helgert von der Bayerischen Gartenakademie verrät nicht nur, auf welche Schädlinge in diesen Tagen besonders zu achten ist, sie gibt auch Tipps zur Bekämpfung. Kohlerdfloh Diese nur 1,5 bis drei Millimeter kleinen Viecher sind einfach unglaublich mobil: Der Kohlerdfloh kann nicht nur krabbeln, sondern auch fliegen und vor allem hüpfen. Und dieser Käfer liebt Kreuzblütler. Rucola, Radieschen, Rettich, aber auch Kohlrabi, Blumenkohl und Chinakohl setzt er gewaltig zu, indem er sich kreisförmig durch die Blätter frisst. Das Gemeine an diesen Tieren: Man sieht sie zunächst nicht. Die Weibchen legen, sobald es im Frühjahr wärmer wird, ihre Eier in der Erde ab und die geschlüpften kleinen, weißen Würmer vertilgen zunächst nur Wurzelgewebe der Pflanzen, erklärt Scheu-Helgert. Zwischen Juni und August schlüpfen dann die winzigen Käfer und beginnen ihr großes Zerstörungswerk. Rucola sieht dann mit seinen weiß umrandeten Löchern nicht mehr appetitlich aus, junge Pflanzen werden durch den Fraß in ihrer Entwicklung massiv geschwächt. Dabei gibt es mehrere Arten des Kohlerdflohs: Während die einen einen blauschwarzen oder dunkelgrün glänzenden Chitinpanzer haben, ist der Körper des Gelbstreifigen Kohlerdflohs mit eigentlich ganz hübschen gelben Längsstreifen verziert. Der Kohlerdfloh kann nicht nur krabbeln, sondern auch fliegen und hüpfen. Auf vielen Pflanzen richtet er große Schäden an. Bild: Bayerische Gartenakademie Regelmäßig gießen: Das hilft gegen den Kohlerdfloh Um Kohlerdflöhe zu bekämpfen, rät die Expertin dazu, ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen. Da sie auf trockener, verkrusteter Erde am besten springen können, sollten Hobbygärtner ihre Kohlgewächse regelmäßig gießen und mit einer Mulchschicht – etwa mit Rasenschnitt – umgeben, um die Erde feucht zu halten. Auch gilt es, die Erde regelmäßig zu hacken und zu lockern – "denn dann müssen die Käfer laufen statt zu springen, und das mögen sie am wenigsten". Dabei fallen sie nämlich ihren Fressfeinden – etwa Spinnen, Laufkäfern, Igel und Spitzmäusen – am ehesten zum Opfer.

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Kirschessigfliege "Sie ist in diesem Jahr ein riesen Problem", betont Scheu-Helgert. Gerade wer am frühen Morgen zu seinen Himbeer- oder Brombeersträuchern blickt, erkennt sie oft, die Kirschessigfliege. Anders als die einheimischen Fruchtfliegen, die nur beschädigtes Obst besetzen, greifen die Kirschessigfliegen gesunde, sich gerade entwickelnde Früchte massiv an. Spritzen ist zu diesem Zeitpunkt also keine Option mehr. Die Kirschessigfliege ist nach Einschätzung von Marianne Scheu-Helgert von der Bayerischen Gartenakademie in diesem Jahr eine besonders große Plage. Bild: Fredrik von Erichsen, dpa Das hilft gegen die Kirschessigfliege Und so gehen diese Plagegeister vor: Die Weibchen ritzen mit ihrer winzigen Chitinsäge am Hinterleib ein Loch in die Haut der Früchte und legen anschließend ihre Eier hinein. "Je höher die Temperatur, desto schneller schlüpfen die zunächst winzigen Maden." Das Obst wird binnen kürzester Zeit also von innen heraus angegriffen und matschig. "Zwar führt der Angriff der Kirschessigfliege im Gegensatz zur heimischen Fruchtfliege nicht zu einer Geschmacksveränderung, doch sehr unappetitlich ist es eben trotzdem – wer will schon Früchte mit zuletzt etwa zwei Millimeter langen Maden essen?" Bekämpft wird die Kirschessigfliege am besten, indem die Obststräucher und Bäume, aber auch die von ihnen besonders begehrten blauen Tafeltrauben mit speziellen Fruchtschutznetzen umgeben werden. "Und zwar noch bevor die Schädlinge ihr Werk begonnen haben." Die Investition lohnt sich aus Sicht der Expertin, da man die Netze mehrere Jahre benutzen kann. Bei Himbeeren und Brombeeren rät die Fachfrau auch zu einem regelmäßigen, frühen Abernten. "Und beschädigte Früchte nicht am Boden liegen lassen oder in die Biotonne geben, da sich die Tiere auch dort vermehren. Beschädigte Früchte am besten in ein Gefäß und mit kochendem Wasser übergießen, damit die Schädlinge absterben." Schneckenkorn ist nicht gleich Schneckenkorn: Metaldehyd kann gefährlich für Igel werden Schnecken Klar, auch Schnecken sind Lebewesen. Doch ihr Zerstörungswerk ist bisweilen so groß, dass auch passionierte Tierschützer zu Schneckenkorn, Schere oder siedendem Wasser greifen. Aber Schneckenkorn ist nicht gleich Schneckenkorn: So ist Schneckenkorn auf der Basis des Wirkstoffs Metaldehyd vielen Biogärtnern ein Dorn im Auge, da es auch Wildtieren wie Igeln gefährlich werden kann. Produkte mit diesem Wirkstoff dürfen daher nur sehr sparsam verwendet werden: "Ein bis zwei Kügelchen reichen völlig", sagt Scheu-Helgert. Sie rät dazu, sich einen kleinen und einen großen Schraubverschluss zu besorgen, auszuwaschen und auf den kleinen Becher zwei Kügelchen zu platzieren und sie mittels Stein und dem größeren Schraubverschluss abzudecken. Das Ganze ins Gemüsebeet stellen. "Die Körnchen senden Duftstoffe aus und die Schnecken sterben schon beim Ablecken der Körnchen." Wer die biologische Bekämpfungsvariante bevorzugt, dem empfiehlt Scheu-Helgert ein Produkt auf der Basis des Wirkstoffs Eisen-III-Phosphat, einem natürlichen Mineral. "Dieses Mittel müssen Hobbygärtner aber sehr großzügig einsetzen, damit es Wirkung zeigt." Die Rostmilbe setzt vielen Tomatenpflanzen zu. Bild: Christine Scherer, LWG  Angriff der Rostmilbe: Wenn Tomaten plötzlich einen rostigen Überzug haben Rostmilbe Nicht nur beispielsweise die Kraut- und Braunfäule und der Echte Mehltau setzen Tomatenpflanzen oft zu und lassen sie frühzeitig verkümmern, in diesem Jahr ist nach Ansicht von Scheu-Helgert vor allem die Rostmilbe extrem aggressiv unterwegs. "Nicht einmal mit der Lupe sind diese winzigen Schädlinge zu erkennen", sagt die Fachfrau. Auf den ersten Blick sehen die Blätter aus, als hätten sie die Kraut- und Braunfäule, Blätter und grüne Tomaten bekommen nesterweise einen rostigen Überzug und trocknen ein. "Doch in Wahrheit sind winzige Milben die Ursache, die sich auf Frucht und Blätter setzen und sie aussaugen." Die Bekämpfung sei schwierig, vor allem sollten Hobbygärtner versuchen, die Ausbreitung zu stoppen, indem sie befallene Pflanzen erst nach der Ernte und Pflege gesunder Pflanzen bearbeiten. So verschleppt man keine Schädlinge zu den gesunden Pflanzen. Im schlimmsten Fall helfe nur die Entsorgung der ganzen Pflanze. Tipps Weitere Informationen finden Hobbygärtner auf der Homepage der Bayerischen Gartenakademie. Das könnte Sie auch interessieren: Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.
Themen folgen Kaffesatz nicht wegwerfen! Dafür ist er im Haushalt gut | 5 Tipps Die Deutschen lieben Kaffee. Rund 162 Liter konsumiert jeder Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr. Doch was geschieht mit den Resten im Filter? Kaffeesatz ist kein Müll, sondern wertvolles Haus- und Pflegemittel. Der Kaffeesatz wird selten weiter genutzt, dabei ist er ein wertvoller Rohstoff für Anwendungen im Haus, im Garten und in der Kosmetik. Sie können ihn aus allen Kaffeemaschinen entnehmen: direkt aus dem Filter, oder Sie schneiden Pad und Kapsel auf. 1. Schädlingsmittel Schädlingsbekämpfung: Im Garten hilft Kaffeesatz gegen Schnecken und Co. (Quelle: MonthiraYodtiwong/Getty Images) Etwas Kaffeesatz in der Blumenerde soll Schädlinge fernhalten und sogar Schnecken abwehren. Das Gleiche gilt bei Wühlmaus und Maulwurf. Regenwürmer als begehrte Bodennützlinge hingegen lockt Kaffeesatz in den Komposthaufen, wo sie die Verrottung vorantreiben. Erkalteter Kaffeeaufguss eignet sich gut gegen Trauermücken. Dafür werden 100 Milliliter Kaffee mit Wasser im Verhältnis 1:1 verdünnt und in den Pflanzentopf gegeben. Die Larven der Trauermücke sterben dann ab.  Bei einem Blattlausbefall können Sie den verdünnten Kaffeeaufguss auf die betroffenen Pflanzenteile sprühen.  2. Dünger Kaffeesatz: Kaffee ist ein geschätzter Dünger für die Pflanzen im Zimmer und im Garten. Kaffee ist ein geschätzter Dünger. Arbeiten Sie etwa zwei Handvoll getrockneten Kaffeesatz pro Pflanze in die Erde ein. Alternativ können Sie ihn auch auf den Kompost geben. Dort verrottet er mit anderen Grünabfällen zu wertvollem Dünger und Boden. Tipp:  Achten Sie bei dieser Option darauf, dass der Kaffeesatz keine Schimmelsporen enthält. Andernfalls können sich diese im Topf ausbreiten und nicht mehr entfernt werden. Wenn Sie die Reste als Dünger verwenden möchten, achten Sie darauf, dass der Auffangbehälter täglich gereinigt wird. Am besten trocknen Sie den Kaffeesatz zusätzlich auf einem flachen Teller und verwenden ihn erst dann als Dünger. 3. Geruchsneutralisierer Geruchsneutralisator: Gegen schlechte Gerüche im Kühlschrank hilft Kaffeesatz. (Quelle: AndreyPopov/Getty Images) In vielen Hotels und Großraumbüros finden sich Schalen mit gemahlenem Kaffee oder auch ganzen Kaffeebohnen. Das lohnt sich auch zu Hause im Kühlschrank sowie in der Mülltonne. Denn Kaffee neutralisiert unangenehme Gerüche. Kaffee hilft auch gegen Kochgerüche an den Händen. Einfach den Kaffeesatz in die angefeuchtete Haut einmassieren. 4. Hautpeeling Beauty-Anwendung: Kaffeesatz eignet sich auch als Peeling. (Quelle: artursfoto/Getty Images) Den Kaffeesatz vom Morgen können Sie direkt mit ins Bad nehmen und als Peeling für die Haut verwenden. Das geht pur oder aber mit etwas Honig oder Olivenöl als Zusatz. Zucker verstärkt den Peelingeffekt. Mit der Mischung können Sie zum Beispiel die angefeuchtete Gesichtshaut massieren. Oder Sie geben die Mischung in kreisenden Bewegungen auf Beine und Rumpf und spülen sie nach kurzem Einwirken lauwarm in der Dusche ab. Das Koffein soll die Durchblutung anregen und die Haut rosiger und etwas straffer wirken lassen. Zugefügtes Öl macht sie außerdem zart und geschmeidig. 5. Scheuermittel Reinigungsmittel: Kaffeesatz können Sie auch als Scheuermittelersatz nutzen. (Quelle: springtime78/Getty Images) Kaffeesatz ist ein alternatives und natürliches Scheuermittel fürs Putzen und Spülen. Außerdem kann er dem Grillrost wieder Glanz verleihen, wenn dieser matt geworden ist. Für das Reinigen der mit Lappen schwer zu erreichenden Innenseiten von Vasen ist Kaffeesatz sogar besonders praktisch: Geben Sie ihn mit etwas warmem Wasser hinein, halten Sie die Öffnung zu und schütteln Sie das Gefäß kräftig. Dann ausspülen. Eine gute Alternative dazu sind übrigens Reiskörner. Marder vertreiben: So verhindert ihr Schaden durch die Räuber Haus, Garten oder Auto – Marder sieht dort niemand gerne. So niedlich sie auch aussehen, sie können einen gewaltigen Schaden anrichten. Wir verraten euch, wie ihr sie vertreibt. Marder sind Raubtiere. Sie sind etwa 60 bis 70 Zentimeter groß, wiegen ein bis zwei Kilogramm und können sehr viel Schaden anrichten. Zur Familie der Marder werden im Übrigen auch Otter und Wiesel gezählt, die kleinen Räuber sind also ziemlich niedlich, aber lasst euch nicht vom unschuldigen Anblick täuschen. Marder haben es faustdick hinter den Ohren. Ein Marder, der sich im Motorraum eines Autos eingenistet hat, zerbeißt Schläuche, Kabel und Isolierungen. So kann es auch zu Folgeschäden durch Überhitzung des Motors kommen und sehr teuer werden.Im Dachboden fressen sich Marder durch die Wärmedämmung und verunreinigen das Haus mit Kot, Urin und Aas. Das wiederum lockt weitere Schädlinge an. Selbst im Garten sind Marder eine unangenehme Angelegenheit. Sie richten dort zwar keinen direkten Schaden an, doch sie verteilen Duftmarken und Kot, was für Menschen sehr intensiv stinkt. Außerdem vergreifen sie sich an Hühnern, Kaninchen und greifen sogar die freilaufende Hauskatze an, wenn sie in ihr Revier kommt – also zu ihrem eigenen Zuhause. Wer es mit einem Marder zu tun hat, will ihn also verständlicherweise schnell loswerden. Meistens haben wir es mit dem Steinmarder zu tun. Sie sind scheu und nachtaktiv. Zudem sind sie intelligent und extrem gute Kletterer. Es ist deshalb gar nicht so einfach, Marder zu vergrämen, aber es ist nicht unmöglich. Wir verraten die besten Mittel, um Marder zu vertreiben. Marder erkennen: So funktioniert's Bevor es daran geht, die nötigen Mittel anzuschaffen, um Marder zu vertreiben, sollte erst einmal geklärt werden, ob es sich auch wirklich um einen Marder handelt. Sonst bringen die besten Maßnahmen nichts. Nächtliche Geräusche auf dem Dachboden können zum Beispiel auch auf einen Mäusebefall hindeuten. In einigen Bundesländern wie Hessen, Bayern, aber auch im Osten Deutschlands kommen auch Waschbären vor. Im Garten wüten auch Wiesel oder Dachse. Es besteht also durchaus Verwechslungsgefahr, weshalb man auf diese Indizien achten sollte: Marderkot ist ein zuverlässiger Hinweis. Dieser ist etwa acht bis zehn Zentimeter lang und ein bis zwei Zentimeter dick. Darin zu erkennen sind außerdem unverdaute Reste wie Federn oder Obstkerne. Sowohl Marderurin als auch -kot stinken für den Menschen sehr intensiv. Massiver Gestank auf dem Dachboden oder in der Garage kann also auch ein Hinweis sein. Wer Spuren sieht, sollte sie ebenfalls genauer ansehen. Marderspuren sind vergleichbar mit denen einer Katze, nur das zusätzlich zum Pfotenabdruck auch Nägel erkennbar sind, was bei Laufspuren von Katzen nicht der Fall ist. Wer etwas Sand an der Stelle verstreut, an der er Marder vermutet, kann sich vergewissern, ob es sich wirklich um einen Marder handelt. Kratz- und Scharrgeräusche in Zwischendecken oder auf dem Dachboden sind ebenfalls ein Hinweis. Auch Biss oder Kratzspuren an Holz, Dämmung oder Kabeln deutet auf Marderbesuch hin. Marder bringen auch Beutereste mit, wenn sie sich irgendwo angesiedelt haben. Wer Kadaver, Eierschalen, Federn oder ähnliches findet, hat es also vielleicht auch mit einem Marder zu tun. >> Laien können einen Jäger zurate ziehen, bevor irgendwelche Maßnahmen ergriffen werden. Marder unterliegen nämlich dem Jagdrecht, der Kammerjäger kann also nicht viel ausrichten. Außerdem möchte man die Pelztiere möglichst "artgerecht" vertreiben, damit ihnen kein Schaden zugefügt wird. Lesetipp: Mäuse vertreiben: So werdet ihr die kleinen Nager los Marder im Auto: So vergrämt ihr die Raubtiere Dass sich Marder so zu Autos hingezogen fühlen, liegt zum einen an der Wärme, die der Motor nach einer Fahrt noch abgibt und zum anderen an ihrem Revierverhalten. Marder sind Einzelgänger. Sie dulden keine Artgenossen in ihrem Revier. Mit dem Auto kann es jedoch durchaus passieren, dass man in unterschiedlichen Revieren parkt, denn Marderreviere sind nicht groß. Steht das Auto tagsüber auf der Arbeit und abends zu Hause reicht das schon aus, dass ein fremder Marder eine Duftmarke am Auto hinterlässt. Selbst, wenn man keinen festen Parkplatz zu Hause hat und abends in einer Nebenstraße parkt, kann das schon ein anderes Revier sein. Wenn also vorher ein Marder seinen Duft am Auto hinterlassen hat, und dafür reicht bereits, dass er darüber gelaufen ist, dann kann das einen anderen Marder in einem Revier aggressiv machen. Steht das Auto also zunächst im Revier von Marder A, der seine Durftmarke gesetzt hat, und in der nächsten Nacht wird es im Revier von Marder B geparkt, dann wird Marder B wohl ziemlich wütend, weil es nach Marder A riecht. Und das kriegt meist das Auto ab. Die Revierverteidigung wird nämlich am Auto ausgetragen, hier wüten die kleinen Tiere und beißen mit Vorliebe in weiche Kunststoffe wie Kühlmittelschläuche, Zündkabel, Stromleitungen und vieles mehr. Deshalb ist es auch so wichtig, das Auto gegen Marder zu schützen, sobald einmal ein Marderschaden vorgelegen hat. Die Duftnote lockt sonst immer wieder konkurrierende Marder an. Es gibt einige Maßnahmen, die man ergreifen kann, um Marder am Auto zu vertreiben: Ultraschall: Es gibt Ultraschallsysteme für das Auto, die Marder abschrecken sollen. Die Wirksamkeit solcher Geräte ist jedoch umstritten. Das Problem bei Ultraschall ist, dass Marder sich mit der Zeit an die Frequenz gewöhnen. Man müsste also auf ein Gerät setzen, dass die Frequenz wechselt. Dann bleibt jedoch das Problem, dass die Raubtiere ihr Unwohlsein wegen des Ultraschalls ignorieren, wenn sie auf einen Artgenossen treffen. Andere Wild- und Haustiere in der Umgebung könnten dagegen unter der Frequenz leiden. Motorabschottungen: Weitaus zuverlässiger als Marderschrecke sind Motorabschottungen. Sie versperren den Pelztieren den Weg in den Motorraum. Manche Hersteller bieten Motorabschottungen als Sonderausstattung an, bei anderen kann man den Motor so zumindest nachrüsten. Drahtgitter unter der Motorhaube: Als einfache DIY-Lösung gegen Marder werden engmaschige Drahtgitter empfohlen, die man einfach unter die Motorhaube legt. Die Drahtmaschen sollen den Mardern an den Pfoten wehtun, sodass diese nicht darüber laufen möchten. Das ist jedoch nicht garantiert und selbst wenn es so wäre, können sich Marder dann einfach einen anderen Weg suchen. Elektroden im Motorraum: Eine zuverlässige Abschreckung ist dagegen Strom. Dabei werden Elektroden im Motorraum installiert und an die Autobatterie angeschlossen. Kommt ein Marder dagegen, bekommt er einen kleinen Elektroschock. Das führt zuverlässig dazu, dass die Tiere sich verziehen. So ein System kann entweder vom Fachmann in der Werkstatt eingesetzt werden, oder man rüstet seinen Wagen selber nach. Schutzschläuche: In Kombination mit einem Marder-Schock-System können auch spezielle Schutzschläuche um besonders gefährdete Teile gelegt werden. Sie sind aus Hartplastik und schützen weiche Kunststoffe, die Marder durchbeißen können. Solche Schutzrohre sollten allerdings vom Fachmann nachgerüstet werden, da sie in der Regel nicht an heiße Motorteile gelangen dürfen. Achtung: Gab es einen Marderschaden, sollten Motorraum und Unterboden gereinigt werden. Die Motorwäsche entfernt die Duftmarken des Marders und verhindert so aggressive Gegenangriffe anderer Marder. Marder vertreiben: Hausmittel zum Vergrämen Immer wieder wird der Wunsch nach Hausmitteln gegen Marder laut. Sie sind vermeintlich günstiger und vor allen Dingen auch schnell zur Hand. Das Problem dabei ist allerdings, dass die meisten Hausmittel Marder gar nicht vertreiben können. Hundehaare Der Duft anderer Marder kann einen Marder anlocken und provozieren. Der Geruch von größeren Tieren wie Hunden soll sie dagegen abschrecken. Dementsprechend wird empfohlen Hundehaare dort zu verteilen, wo man Marder vertreiben möchte. Man müsste jedoch relativ viele Haare verteilen und diese auch immer wieder austauschen, weil der Geruch schnell verfliegt. PheromoneEs gibt andere Mittel, die Pheromone nutzen, um Marder zu vertreiben. Einmal geöffnet sollen diese Marder sechs Monate von Auto, Haus & Garten fernhalten. Ein solches Mittel ist Gomago, dieses ist bekannt aus der Sendung "Die Höhle der Löwen" (hier bei Otto bestellen*). Kritiker behaupten jedoch, dass Marder intelligent genug sind, um schnell zu lernen, dass keine echte Bedrohung da ist. Urin Auf demselben Prinzip beruht auch der Irrglaube, man könne Marder mit Urin vertreiben. Dafür wird Katzen-, Hunde- und sogar Menschenurin empfohlen. Diese Methode ist jedoch nicht nur für Marder, sondern auch für uns Menschen unangenehm. Zudem müsste auch Urin täglich gewechselt werden, um die Intensität des Geruchs aufrechtzuerhalten. Marder lernen jedoch schnell, dass für sie keine echte Bedrohung besteht und ignorieren den Urin dann. WC-Steine und Mottenkugeln Auch der Geruch von Mottenkugeln und WC-Steinen soll Marder vertreiben. Erneut wären jedoch größere Mengen notwendig, damit es so unangenehm riecht, dass Marder sich wirklich fernhalten. Und die Mottenkugeln und Steine müssten oft ausgetauscht werden, sodass sich diese Methode als ziemlich teuer erweisen würde. IM VIDEO: Omas Hausmittel: Die solltest du IMMER zuhause haben! Dein Browser kann dieses Video nicht abspielen. Video von Aischa Butt Chilli Abgesehen von unangenehmen Gerüchen soll auch Schärfe Marder vertreiben. Das wirkt jedoch erst, wenn der Marder bereits ins Kabel gebissen hat und die Schärfe spürt oder wenn so viel Chili aufgetragen wurde, dass der Marder dies sofort wahrnimmt. Da Chilli jedoch schnell verfliegt, müsste das Spray oder Gewürz täglich großzügig aufgetragen werden, weshalb sich diese Methode nicht unbedingt als praktisch erweist. Licht Marder sind nachtaktiv und meiden das Licht. Im Garten oder auf dem Dachboden können Bewegungsmelder also Abhilfe schaffen. Alternativ gibt es auch blinkende Abwehrgeräte.Der Tipp unter einer Straßenlaterne zu parken, kann das Problem jedoch verschlimmern. Unter dem Auto ist es immer dunkel, durch das Licht der Laterne könnten die Marder also erst recht Schutz in der Dunkelheit unter dem Auto suchen. Geräusche Marder sind geräuschempfindlich. Allerdings nur, wenn das Geräusch sie tatsächlich erschreckt. Laute und schrille Geräusche wären dafür notwendig. An eine konstante Geräuschkulisse gewöhnen sie sich schnell, selbst wenn sie unangenehm ist. Lesetipp: Mittel gegen Spinnen: 5 Maßnahmen, die helfen Marder im Garten vertreiben Marder stellen für den Garten erstmal kein großes Problem dar. Im Gegensatz zu Füchsen, Dachsen, Wildkaninchen, Mäusen und Maulwürfen graben sie nicht in der Erde und verursachen somit keine Löcher. Sie vergreifen sich auch nicht am Beet oder an Pflanzen. Sie fressen jedoch Schädlinge wie Ratten, Mäuse oder Regenwürmer. Hobbygärtner empfinden Marder deshalb eher als Nützlinge. Kot und Duftmarken führen jedoch zu einem intensiven, unangenehmen Geruch, weshalb viele Marder loswerden wollen. Wenn man Tiere wie Hühner oder Kaninchen im Garten hält, können Marder zudem eine echte Gefahr darstellen. Die töten sie nämlich mit Vorliebe und nehmen sogar Buddeln und Springen in Kauf, um zu ihrer Beute zu gelangen. Auch für Katzen sind Marder gefährlich. Wenn eine freilaufende Katze nachts auf eine Marderfamilie trifft, kommt es oft zum Kampf, der für die Katze schlecht ausgeht, denn Katzen sind Mardern unterlegen. Wer also eine Katze hat, sollte den Garten am besten Marderfrei halten. Das hilft gegen Marder im Garten: Bewegungsmelder mit Licht erschrecken den Marder und können ihn in die Flucht schlagen. Nutztiere wie Hühner sollten nachts unbedingt in einbruchsicheren Ställen untergebracht werden. Der Garten sollte engmaschig eingezäunt werden. Alternativ bietet sich auch eine Hecke ums Grundstück mit dornigen Pflanzen an. Bestimmte Vergrämungspflanzen im Beet sollen ebenfalls wirkungsvoll sein wie die sogenannte "Verpiss dich"-Pflanze. Allerdings finden Katzen diese Pflanzen auch nicht so angenehm. Lesetipp: Tödlich: Köder aus dem Baumarkt gefährdet Katzen und Hunde Marderabwehr: Der Jäger als letzte Instanz Viele verzweifelte Hausbesitzer suchen nach Ködern und Fallen, um Marder einzufangen. Das ist jedoch verboten. Marder gelten als sogenanntes Haarwild und unterliegen damit dem Jagdrecht. Das bedeutet, dass nur der zuständige Jäger Marder fangen oder gar töten dürfte und selbst dies ist während der Schonzeit nicht möglich. Die Schonzeiten variieren je nach Bundesland und Marderart. Sie dienen unter anderem dazu, dass Marderjunge nicht elendig verenden, weil ihre Mutter getötet oder gefangen wurde. Marder ziehen ab etwa März ihre Jungen auf. Bis zum Herbst sind diese selbstständig und suchen sich ein eigenes Revier. Danach ist also ein guter Zeitpunkt, um den Dachboden abzudichten und den Marder von einem Profi einfangen zu lassen. Tipp: Eine Auskunft darüber, wer der zuständige Jäger ist, erteilt das Forstamt. Eine erste Anlaufstelle kann also die Kreisverwaltung sein. Unabhängig vom Gesetz ist es nicht ratsam einen Marder im Alleingang einzufangen. Gefangene Marder geraten in Panik und werden aggressiv. Sie haben zudem sehr scharfe Zähne und Krallen, sodass sie einen Menschen selbst, wenn sie freigelassen werden, noch verletzen könnten. Fängt man eine Mardermutter auf dem Dachboden und merkt nicht, dass sie dort Junge zur Welt gebracht hat, sterben nicht nur die Jungen elendig, sondern auf dem Dachboden breitet sich sehr bald ein unerträglicher Verwesungsgestank aus, der bis in die Wohnräume dringt. Wichtig: Wer einen Marder vertrieben hat, muss danach unbedingt die Zugangsstelle des Marders verschließen, sonst wird das Revier direkt wieder neu besiedelt. *Affiliate Link.


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