21 Sichtschutz Selbst Gestalten

21 Sichtschutz Selbst Gestalten

sichtschutz selbst gestalten

Düsseldorf Café Lemonade: Segel als Sichtschutz gegen den Verkehr 17. September 2020 um 18:30 Uhr Sindu Para verkauft Getränke und Speisen hinter einem Netz, das hochkant im Wind steht wie ein Segel. Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba) Düsseldorf Die Gastronomin Sindu Para hatte für ihr Lokal an der Bilker Allee in Düsseldorf-Friedrichstadt eine interessante Idee, um den Außenbereich attraktiver zu gestalten. Wer als Autofahrer über die Bilker Allee an der Ecke Talstraße vorbeifährt, dürfte zurzeit unwillkürlich seinen Blick zur Seite richten. Denn dort hängt ein mehrere Meter langes grobmaschiges, weißes Netz. Es trennt hochkant aufgestellt wie ein Segel die Fahrspur vom Bürgersteig und der dort befindlichen Terrasse vom Café Lemonade. „Das Netz habe ich installiert, um meinen Außenbetrieb attraktiver zu machen“, sagt Sindu Para. Sie konzentriert wie alle Gastronomen zurzeit ihr Geschäft auf die Tische im Freien. Zwar hat das Café auch einige Plätze ums Eck an der Talstraße, sie liegen aber oft im Schatten. „Meine Gäste sitzen lieber in der Sonne, auch wenn der Verkehr an der Bilker Allee stärker ist.“ So ist die Inhaberin auf die Idee gekommen, die Fläche an der Bilker Allee wenigstens optisch von Autos und Straßenbahn zu trennen. Sie bestellte das Netz via Internet und befestigte es an der Linie Parkbucht und Straße. In Corona-Zeiten sind gute Einfälle gefragt – und haben Erfolg. Verkehrsrauschen oder nicht: Viele Gäste kommen gern und genießen in der Sonne das Angebot. Sindu Para hat das Café vor gut einem Jahr eröffnet, nachdem sie zuvor einige Jahre in der Telekommunikationsbranche gearbeitet hatte und auch als DJane bekannt geworden war. „Aber mein Traum war immer ein eigenes Café“, sagt sie und sammelte Ideen bei Reisen im In- und Ausland sowie bei Jobs in der Gastronomie. Als das Lokal frei wurde, da griff sie zu und baute gut fünf Monate um. Neu gestrichene Wände, eine gebaute Theke und weiß getrichene Holzmöbel sollen mediterranes Flair vermitteln. Auf der Speisekarte standen zuerst ausschließlich Limonaden, Heißgetränke und mehrere Kuchenvarianten. „Aber meine Gäste fragten nach Salaten, Bagels und Bowls“, sagt die Gastronomin, die nach und nach diese Speisen zubereitete, testete und auf die Karte nahm. Nun ist aus dem Café Lemonade ein beliebter Treffpunkt geworden, vor allem am Wochenende kommen viele Nachbarn zum Frühstück und Brunch. „Noch heute erzählen Gäste, was sie anderswo gegessen haben. Diese Vorschläge nehme ich gern an“, sagt Sindu Para. So ist die Liste der Speisen lang geworden. Toasts sind hinzugekommen, Wraps, Smoothies und Milchshakes.

Der Corona-Lockdown hat den wachsenden Erfolg vom Café erst einmal ausgebremst, aber nun geht es wieder aufwärts – eben auch, weil Sintu Para viele Ideen verwirklicht, um im Gespräch zu bleiben. Die Fassade ist aufwendig geschmückt mit Topfpflanzen und Bildern, die Eingangstür ist umwachsen von Weinranken und einem Kiwistrauch. Und das weiße Netz zwischen Bürgersteig und Bilker Allee kommt besonders gut an bei den Gästen. „Es bleibt, so lange es das Wetter zulässt“, sagt Sintu Para. Café Lemonade, Bilker Allee 180, dienstags-sonntags 10-20 Uhr, Info: www.lemonade-cafe.com, Facebook und Instagram Bosch: Virtueller Beifahrer für mehr Sicherheit im Lkw-Verkehr 21.09.2020 Stuttgart: Lastwagen sind das Rückgrat der Logistik. Drei Viertel aller Güter werden in Deutschland über die Straße transportiert. Zeitdruck, lange Arbeitszeiten und monotones Kolonnenfahren gehören zum Alltag hinter dem Lkw-Steuer. Ist der Fahrer abgelenkt, übermüdet oder reagiert zu spät, können die Folgen schwerwiegend sein. Um Unfälle und Gefahrensituationen zu vermeiden, sind automatisierte Fahrfunktionen ein Schlüssel. Sie warnen und unterstützen den Fahrer in kritischen Situationen und können zunehmend eintönige und ermüdende Aufgaben übernehmen. Gleichzeitig bleibt auch auf den nächsten Stufen der Automatisierung der Mensch unersetzlich, muss bei Bedarf das Steuer übernehmen können. Wie das Zusammenspiel von Fahrer und Lkw möglichst perfekt aufeinander abgestimmt werden kann, damit hat sich das Forschungsprojekt „Technologie für automatisiertes Fahren nutzergerecht optimiert“ (Tango) in den vergangenen dreieinhalb Jahren beschäftigt. Dabei lag der Fokus auf Lösungen für das teil- und bedingt automatisierte Fahren (SAE Level-2 und SAE Level-3). Entstanden ist der Prototyp für einen „Aufmerksamkeits- und Aktivitätenassistenten“ – ein virtueller Beifahrer, um die Aufmerksamkeit des Fahrers zu erhalten, Müdigkeit entgegenzuwirken und das Fahren so angenehm wie möglich zu gestalten. Neben Bosch als Konsortialführer waren Volkswagen, MAN Truck & Bus, die Universität Stuttgart, die Hochschule der Medien, das Spiegel Institut und CanControls an dem Projekt beteiligt. Es wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund fünf Millionen Euro gefördert. Foto: Forschungsprojekt entwickelt Aufmerksamkeits- und Aktivitätenassistenten für das automatisierte Fahren Foto: Robert Bosch GmbH Assistenzlevel, Fahrsituation und Zustand des Fahrers im Blick„Manuelle und automatisierte Fahrphasen lösen sich künftig ab, Fahrzeug und Fahrer übergeben sich das Lenkrad sozusagen wie bei einem Staffellauf“, erläutert Bosch-Projektleiter Michael Schulz. „Beim teilautomatisierten Fahren nach SAE Level 2 muss der Fahrer jederzeit, beim bedingt automatisierten Fahren nach SAE Level 3 nach Aufforderung übernehmen können. Das Ziel ist, den Fahrer immer in einem Zustand der optimalen Beanspruchung zu halten, damit er dazu in der Lage ist.“ Hier kommt der Aufmerksamkeits- und Aktivitätenassistent ins Spiel. Abhängig vom Assistenzlevel, dem Zustand des Fahrers und davon, was die aktuelle Fahrsituation zulässt, kann er dem Fahrer unterschiedliche Nebenaufgaben zur Verfügung stellen: von Musik und Hörbücher hören über Mails lesen, chatten und Nachrichten schreiben bis hin zu Filme schauen, Tages- und Routenplanung vornehmen und Fitnessübungen machen. Das System muss dazu nicht nur die jeweilige Fahrsituation zuverlässig erkennen, sondern auch den aktuellen Zustand des Fahrers wahrnehmen und richtig interpretieren. Zum Beispiel, ob er müde oder abgelenkt ist. Dazu wurden im Forschungsprojekt Sensoren zur Innenraumbeobachtung eingesetzt und mit Methoden der künstlichen Intelligenz kombiniert. Kameras erkennen, ob dem Fahrer die Augen zufallen, er sehr häufig blinzelt, die Fahrbahn aus dem Blick verliert oder sein Kopf vielleicht sogar vor Müdigkeit zur Seite kippt. Intelligente Algorithmen bewerten die Bilder, interpretieren sie und leiten bei Bedarf Gegenmaßnahmen ein: von einer Warnung über ein Angebot zur Nebenbeschäftigung bis hin zum aktiven Eingreifen, beispielsweise Abbremsen. Bedürfnisse des Nutzers im Mittelpunkt der EntwicklungUm den Ursachen für Übermüdung und Ablenkung auf den Grund zu gehen und Anforderungen an den Aufmerksamkeits- und Aktivitätenassistenten genau zu erfassen, haben die Forscher Lkw-Fahrer bei ihren Touren begleitet, Interviews zu ihren Erfahrungen geführt, Online-Tagebücher ausgewertet und die Zwischenstufen der Entwicklung immer wieder mit Probanden abgeglichen und überarbeitet. Dabei kamen Fahrsimulatoren ebenso zum Einsatz wie Testfahrten im Versuchsfahrzeug und sogar ein wenig Zauberei: In einem Rechtslenker-Lkw wurden zusätzlich zur Fahrer- auch die Beifahrerseite mit Lenkrad, Bremse, Gaspedal und allen erforderlichen Bedien- und Anzeigeelemente ausgestattet und die beiden Plätze mit einem Sichtschutz getrennt. Mit diesem „Wizard of Oz“ genannten Ansatz konnte die Automatisierungsfunktion simuliert und das Nutzerverhalten unter realitätsnahen Bedingungen erforscht werden. „Wir haben den Nutzer und seine Anforderungen ganz bewusst ins Zentrum unserer Arbeit gerückt“, sagt Schulz. Ausgangspunkt war, dass automatisiertes Fahren unter Lkw-Fahrern häufig auf Vorbehalte stößt, da die Technologie mit Bevormundung und Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz verbunden wird. In der Folge werden schon aktuelle Assistenzsysteme nicht immer genutzt oder auch bewusst abgeschaltet. Als das stärkste Argument für die zunehmende Automatisierung wurde im Projekt der Sicherheitsgewinn ermittelt. Aber auch Komfort sowie entspannteres Fahren und Ankommen spielen eine Rolle. Nutzung der Ergebnisse für weitere Entwicklung – auch im PkwEin besonderes Augenmerk lag in diesem Zusammenhang auf dem Human-Machine-Interface (HMI). „Das Fahrzeug muss künftig mit seinem Fahrer interagieren, zu seinem Partner werden“, sagt Schulz. „Ein perfektes Zusammenspiel im Team Fahrer-Fahrzeug erfordert eine intuitive, einladende und einfache Bedienung.“ Entstanden ist in dem Prototyp ein aus mehreren Displays bestehendes Bedienfeld, das visuelle, akustische und haptische Elemente miteinander kombiniert und den Aufmerksamkeits- und Aktivitätenassistenten als Avatar visualisiert. Die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt fließen in die weitere Entwicklung in Bereichen wie Innenraumbeobachtung, automatisiertes Fahren und Entertainment-Systeme ein. Sie lassen sich nicht nur auf Lkw, sondern auch Pkw anwenden – um auch dort die Sicherheit im Straßenverkehr weiter zu erhöhen. (Pressemeldung vom 18.09.2020) Quelle: Robert Bosch GmbH | Foto: Robert Bosch GmbH Landschaftsarchitekten: So retten die Profis Ihren Garten Irgendwann kommt dieser Moment in jedem Leben eines Hobbygärtners. Die seit Jahren gepflegten Pflanzen sind endgültig aus der Form geraten. Die Terrasse ist auf Dauer doch zu klein. Im Staudenbeet herrscht ein heilloses Durcheinander. Und dann ist da auch noch diese Trockenheit – eine Bewässerungsanlage müsste her. Doch wer wagt es schon, noch einmal neu anzufangen, wenn man schon viele Jahre mühsame Arbeit in das hauseigene Grün investiert hat? Die meisten Gärtner arbeiten ein halbes Leben lang mit den immer gleichen Formen und einer gleichbleibenden Gartenarchitektur. Die ein oder andere Staude wird ausgetauscht, ein paar Blumen umgepflanzt. Das hat meistens auch triftige Gründe, schließlich setzen Grundstücksform und die Bebauung enge Grenzen, was die Gestaltung angeht. Hinzu kommt an der ein oder anderen Stelle notwendiger Sichtschutz. Dennoch bleiben meistens genügend Flächen, auf denen sich experimentieren ließe. Nur – wie soll man es angehen? Unzählige Fachbücher zur Gartengestaltung sind auf dem Markt. Doch meistens handelt es sich eher um Ideensammlungen. Es gibt etliche Ratgeber für den kleinen Vorgarten, für den „Stadtgarten“, für den Natur- oder Schattengarten und hunderte von Werken rund um die Pflanzenkunde. Hilfreich für einzelne Projekte sind die Werke gewiss, etwa für ein neues Staudenbeet oder die Terrassengestaltung. Aber der eigene Garten insgesamt sieht eben doch meistens anders aus als in der literarischen Theorie. Ähnliches gilt für das halbe Dutzend digitaler Gartenplaner, die auf dem Markt sind. Baumärkte wie Obi oder Hornbach beispielsweise haben einfache Online-Ratgeber auf ihre Internetseiten gestellt. Wer sie ausprobiert, gerät allerdings auch dort schnell an gewisse Grenzen. Im Endeffekt handelt es sich um Produktratgeber, die die hauseigenen Terrassenmöbel, Beeteinfassungen und Pflanzensortimente an den Gärtner beziehungsweise den Hauseigentümer bringen sollen. Der Obi-Beete-Planer beispielsweise ist geradezu enttäuschend und zeigt nur einige Varianten einer winzigen Pflanzenecke neben einer Terrasse. Fachleute wollen sich nicht auf Gärten reduzieren Auch bei Gardena wird man fündig. Doch beim europäischen Marktführer für Gartengeräte wird man ebenfalls nicht zu einer neuen Ästhetik angeleitet, sondern landet in der hauseigenen Produktwelt. Dabei ist das Online-Planungstool von Gardena technisch gut gemacht. Nutzer können vorhandene Strukturen und Bepflanzungen einzeichnen um dann die optimale Bewässerung planen zu können, mit Gardena-Bewässerungsprodukten – in einer Detailtiefe, die andere Planer nicht bieten. Neue Ideen aber für die Gartengestaltung: Fehlanzeige. Wer einmal richtig von vorne anfangen möchte, sollte deshalb erwägen, einen professionellen Planer zu beauftragen. Das muss nicht teuer sein, es gibt preislich durchaus Abstufungen. Manche Gartenarchitekten oder Landschaftsarchitekten, wie sie sich offiziell bezeichnen, lassen sich auf einen Beratungstermin vor Ort ein. Meistens hat man dann schon nach zwei bis drei Stunden eine professionelle Skizze, eine neue Raumaufteilung sowie konkrete Gestaltungsthemen. Je Viertelstunde Beratung sollte man mit Kosten zwischen 25 und 30 Euro rechnen. Inklusive An- und Abfahrt kommen so 300 bis 400 Euro zustande. In Deutschland gibt es rund 7000 Landschafts- und Gartenarchitekten. Sie nennen sich meist nur Landschaftsarchitekt, weil sie nicht auf Gärten reduziert werden wollen. Und sie dürfen sich nur so nennen, wenn sie in einer der insgesamt 16 Architektenkammern registriert sind. Dort müssen sie ein entsprechendes Studium und mehrjährige praktische Erfahrung nachweisen. Nur selten haben sie selbst eine Gartenbaufirma, sondern beauftragen selbst eine, um ihre Entwürfe umzusetzen. Gartenarchitektenanbieter finden sich für jedes Bundesland auf www.bdla.de, der Website vom Bund Deutscher Landschaftsarchitekten. Dort sind auch Artikel versammelt, die als Beiträge von Fachleuten in der Regel verständlich und nachvollziehbar sind. Man kann aus jedem Garten etwas machen Der Schweizer Landschaftsarchitekt Dieter Kienast sagt es in Zeiten der Verdichtung, verbunden mit dem notwenigen Abbau von Kleingärtenkolonien, so: „Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordert, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum.“ Die Kosten einer Beratung sind in der „Honorarordnung für Architekten und Ingenieure“ geregelt und ist in neun Phasen aufgeteilt. Die erste „kleine“ Beratung wird nach der Anfahrtszeit und dem Stundenlohn berechnet. Bei Baukosten unter 20.000 Euro netto sind die Honorare frei verhandelbar – in solchen Größenordnungen geht es aber auch eher um komplette Neuanlagen. Meist bringt der Gartenarchitekt Skizzen und Bilder mit, anhand der Beispiele werden Ideen und ein bis drei Varianten entwickelt und eine Kostenschätzung ist dabei. Beispiel: Werden für die Kosten einer Anlage 10.000 Euro veranschlagt, würde das Nettohonorar für den Gartenarchitekten mit Vollplanung etwa 5000 Euro betragen. Es geht aber auch günstiger, viele Gartenbesitzer beauftragen den Experten meist nur für ein oder zwei Leistungsphasen. Thilo Folkerts, ein aus Niedersachsen stammender Landschaftsarchitekt, hat ein Büro in Berlin. Er hat die Villa Massimo in Rom gestalten dürfen, liebt aber auch seit seiner Kindheit Gärten. „Man kann aus jedem Gartengrundstück mit der richtig gewählten Pflanzensetzung etwas machen“, sagt er. „Aber in unserer immer komplexer werdenden Welt wollen immer mehr Menschen den pflegeleichten Garten. Sie neigen zu robusten Pflanzen und Immergrün. Das hat auch unattraktiv wirkende Gärten zur Folge. Besser wären Moose, Farne, Gräser, Huflattich und Funkie. Letztere ist ein Liliengewächs mit großen Blättern, durch die parallel zahlreiche Adern verlaufen und aus denen Blüten in Trauben wachsen, bläulich oder weiß. Ein wunderschöner Anblick.“ „Blätter bringen nüchterne Leute zum Schwärmen“ Nach Folkerts Ansicht ist ein Gartenarchitekt dazu da, Gartenbesitzer zum Experimentieren zu bewegen. „Dazu ermuntere ich“, sagt er. „Wer eine Westlage hat, könnte Wein anpflanzen, bei Nordlage am besten Efeu. Bei Südlagen sollten es nicht nur Rosen und Lavendel sein, damit es nach Süden riecht. Es gibt auch Zaubernuss, Pfeifenstrauch oder Perückenstrauch, Weide, Spierstrauch oder Schmetterlingsflieder. In unserer Gartenkultur haben wir sechzig verschiedene Arten zur Auswahl, und Artenvielfalt ist gut für einen Garten.“ Naturaufklärer neigen gern zu ein bisschen Pädagogik. „Ob jemand ein großes Gartengelände besitzt oder nur Platz hat für drei Pflanzen auf dem Fensterbrett – das ist gleichwertig“, betont Folkerts. „Es stellen sich nur sehr verschiedene Fragen und die Kosten liegen weit auseinander. Doch wenn sich jemand um die Natur kümmert, ist das ein Wert an sich. Wer probiert, kommt auch an Grenzen, scheitert gar, aber der Effekt des Lernens darin ist großartig. Gärtnern heißt etwas wagen, es ist eine Lebensfunktion.“ 2018 wurde Thilo Folkerts zu einem Projekt gerufen. Eine Fabrik von 1890 mit Werkstätten und Büros in solider Backsteinziegelbebauung, aber auch drei kleinen Höfen im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg wurde auf 3500 Quadratmetern zum Wohngrundstück umgebaut. „Ich sah Mauern und Gebäudeteile, eine spannende Abfolge enger Situationen“, erzählt er. „Mir war sofort klar, dass man den Außenraum von den Mauern her entwickeln muss.“ Der Eigentümer des Objekts gab keine gestalterischen Vorgaben. Folkerts prüfte Bodenbeschaffenheit und wechselnde Lichtverhältnisse auf dem Gelände, „um zu wissen, welche Pflanzen zu setzen sind. Wir arbeiten vor allem mit Stauden und Gräsern, akzentuiert von wenigen Gehölzen.“ Eingesetzt wurden dauerhafte wintergrüne Pflanzen. „So kann es an diesem Standort schön blühen, aber die dauerhaftere Wirkung das Jahr über ist das Baumlaub. Die Blätter bringen selbst nüchterne Leute zum Schwärmen.“ Gemeint ist die Textur der Blätter und die unterschiedliche Form ihres Wuchses. Der Gartenarchitekt wollte unbedingt Reste alter Pflanzen an den Backsteinwänden bewahren. „Die haben wir trotz der aufwendigen Sanierung der Ziegeloberfläche behalten – ein Experiment, das gelang. An einer langen seitlichen Mauer pflanzten wir wilden Wein. Zweimal im Jahr sollte ein Gärtner mit Sachverstand eine Grundpflege der Anlage vornehmen, mehr ist nicht nötig. Die Gesamtgestaltung hat keine hohen Kosten verursacht.“ Dieser Artikel wurde erstmals im April 2019 veröffentlicht..


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