40 Sprachforderung Im Kindergarten

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Sprache: Kinder nutzen beide Hirnhälften

Die linke Dominanz prägt sich erst später aus: Im Gegensatz zu Erwachsenen nutzen Kinder zur Spracherfassung noch eher beide Gehirnhälften, geht aus einer Studie hervor. Die Ergebnisse legen somit eine spezielle Bedeutung der rechten Hemisphäre während der Sprachentwicklung nahe. Sie könnten auch erklären, warum sich Kinder vergleichsweise gut von linksseitigen Hirnverletzungen erholen, sagen die Wissenschaftler. Wo in unserem Gehirn werden bestimmte kognitive Aufgaben erledigt? Was die Verarbeitung von sprachlichen Höreindrücken betrifft, haben Untersuchungen bisher ergeben, dass bei den meisten Menschen dafür Areale in der linken Hirnhälfte zuständig sind. In der Regel zeigt die rechte Hemisphäre hingegen vergleichsweise wenig Aktivität beim Erfassen von Sprache. Dies spiegelt sich auch darin wider, dass Menschen, die einen linksseitigen Schlaganfall erlitten haben, häufig von einem irreversiblen Sprachverlust betroffen sind. Fragender Blick auf die Hirn-Hemisphären Bisher gab es dabei allerdings ein Rätsel: Kleine Kinder können Sprachfähigkeiten entwickeln beziehungsweise wiedererlangen, auch wenn ihre linke Gehirnhälfte stark geschädigt ist – ihre rechte Hirnhälfte kann die Ausfälle offenbar in Teilen kompensieren. Eine mögliche Erklärung für diese Flexibilität wäre, dass die Sprachverarbeitung früh im Leben noch auf Aktivitäten in beiden Hirnhälften beruht. Dazu gab es bisher aber keine eindeutigen Nachweise. „Es war unklar, ob eine starke linke Dominanz für Sprache bei der Geburt vorhanden ist oder erst allmählich während der Entwicklung auftritt“, erklärt Elissa Newport vom Georgetown University Medical Center in Washington. Dieser Frage sind sie und ihr Team nun durch detaillierte Untersuchungen mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) nachgegangen. An der Studie nahmen 39 gesunde Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren teil sowie 14 Erwachsene im Alter von 18 bis 29 Jahren. Während bei allen Studienteilnehmern die Hirnaktivität in beiden Hemisphären detailliert durch die fMRT erfasst wurde, bekamen sie eine Aufgabe, die das Verständnis von gesprochenen Sätzen erforderte. Anschließend verglichen die Forscher die dabei entstandenen Muster der Hirnaktivität bei den Probanden, die sie vier Altersgruppen zuordneten: 4 bis 6, 7 bis 9, 10 bis 13 und 18 bis 29 Jahre.
Aus den Auswertungen der Hirnscans ging hervor, dass zwar prinzipiell auch bei kleinen Kindern die linke Gehirnhälfte bei der Sprachverarbeitung dominiert. Doch im Gegensatz zu Erwachsenen zeigen Hirnregionen der rechten Hemisphäre ebenfalls noch deutliche Aktivität. Es handelt sich dabei um Bereiche, die denen der linken Seite entsprechen. Bei Erwachsenen werden sie den Forschern zufolge aber in der Regel bei anderen Aufgaben aktiviert – beispielsweise bei der Verarbeitung von Emotionen, die mit der Stimme ausgedrückt werden. Rechte Aktivität zeichnet sich ab Bei den kleineren Kindern sind hingegen die korrespondierenden Areale in beiden Hemisphären jeweils damit beschäftigt, die Bedeutung von Sätzen zu verstehen und die emotionale Wirkung zu erkennen, sagen die Wissenschaftler. Dieses Verarbeitungsmuster verschiebt sich dann systematisch mit zunehmendem Alter, geht aus den Untersuchungsergebnissen hervor. „Vermutlich ist die vergleichsweise hohe Aktivierung der Bereiche in der rechten Hemisphäre bei Satzverarbeitungsaufgaben und der langsame Rückgang dieser Aktivierung im Laufe der Entwicklung Ausdruck von Veränderungen in der neuronalen Verteilung von Sprachfunktionen“, sagt Newport. Neben der möglichen Bedeutung für die Hirnentwicklung sehen die Forscher in dem Befund nun auch eine mögliche Erklärung dafür, dass sich Kinder viel leichter von linksseitigen Nervenverletzungen erholen als Erwachsene. „Die Verwendung beider Hemisphären bietet offenbar eine Möglichkeit zur Kompensation. Wenn die linke Seite durch einen Schlaganfall geschädigt ist, der direkt nach der Geburt aufgetreten ist, kann das Kind Sprache unter Verwendung der rechten Hemisphäre lernen. Unsere Studie zeigt, wie das möglich sein könnte“, sagt Newport. „Wir haben jetzt eine bessere Grundlage, auf der wir Gehirnverletzungen und Genesung besser verstehen können“, so die Wissenschaftlerin.
Sie und ihre Kollegen wollen nun am Ball bleiben: Sie planen ihre Untersuchungen auf noch jüngere Kinder auszuweiten. „Es könnte sein, dass wir eine noch größere funktionelle Beteiligung der rechten Hemisphäre an der Sprachverarbeitung bei kleineren als unseren jüngsten Studienteilnehmern sehen“, sagt Newport. Außerdem wollen die Forscher nun die Sprachaktivierung bei Teenagern und jungen Erwachsenen untersuchen, die bei der Geburt einen schweren Schlaganfall in der linken Hemisphäre des Gehirns erlitten haben. Quelle: Georgetown University Medical Center, Fachartikel: PNAS, doi: 10.1073/pnas.1905590117

7. September 2020 © wissenschaft.de - Martin Vieweg

Jedes 5. Kita-Kind spricht zu Hause kein Deutsch: Schnappatmung ist überflüssig Gastbeitrag von Serap Güler: Jedes 5. Kita-Kind spricht zu Hause kein Deutsch: Schnappatmung ist überflüssig In Deutschland wächst der Anteil der Kita-Kinder, die zu Hause kein Deutsch sprechen. "Na und?", sagt Serap Güler, Staatssekretärin für Integration in Nordrhein-Westfalen. In einem Gastbeitrag für FOCUS Online erklärt sie, wie sie selbst Deutsch lernte und dennoch für eine stärkere Sprachförderung eintritt. Der Anteil von Kindern in Kitas, die zu Hause kein Deutsch sprechen, ist seit 2017 von 18,7 Prozent auf 21 Prozent im März 2019 gestiegen. Dies gab das Bundesfamilienministerium auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion bekannt. Gegen die Hetze, die darauf in sozialen Netzwerken losbrach, antwortet nun Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im nordrhein-westfälischen Familienministerium. Zu Beginn, bevor die Schnappatmung schon bei der Überschrift losgeht: Die Verfasserin dieser Zeilen hat Deutsch erst im Kindergarten gelernt, diese Sprache auch erst nur dort gesprochen und ist heute trotzdem in der Lage, in einem deutschen Medium einen Gastbeitrag auf Deutsch zu veröffentlichen - ohne ein Wort nachschlagen zu müssen. Zur Schande meiner Eltern, die mit mir zuhause nur Türkisch gesprochen haben, muss ich gestehen: Ein Gastbeitrag auf Türkisch würde mir so leicht nicht fallen. Ich hätte schon einige Worte, die ich nachschlagen müsste. Aber im Gegensatz zum Deutschen habe ich Türkisch vor allem durch Sprechen gelernt, um es dann, warum auch immer, weniger zu sprechen, weil es mir mit der Zeit leichter fiel, mich auf Deutsch zu artikulieren. Über die Gastautorin Serap Güler, geboren 1980 in Marl, ist die Integrationsstaatssekretärin in Nordrhein-Westfalen. Sie ist Mitglied des CDU-Bundesvorstandes und stellvertretende Vorsitzende der CDU Köln.  Arbeitswilligkeit zählte damals, nicht Sprachfähigkeit Wenn jetzt also die Nachricht, in Deutschland spreche jedes fünfte Kind zuhause kein oder kaum Deutsch nicht nur zur Schnappatmung, sondern sogar zur Fantasie von Deutschlands Untergang führt, muss man sagen: Nope. Eine ganze Generation von Kindern, und zwar die meiner, ist genauso aufgewachsen. Damals, als man in den 50er, 60er und zum Teil noch 70er Jahren sogenannte Gastarbeiter (übrigens ein Wort, das nur in Deutschland erfunden werden konnte, da man sonst nirgendwo in der Welt Gäste arbeiten lassen würde) ins Land holte, achtete man nämlich nur darauf, dass sie gesund und arbeitswillig waren und nicht etwa, dass sie der deutschen Sprache mächtig sind. Auch später, als sie schon an den Fließbändern, Fabriken und in den Zechen der Nation ihre Schichten schoben, verlangte niemand von ihnen, Deutsch zu erlernen, sondern eher Überstunden zu schieben - was auch damals schon völlig ohne Sprachkenntnisse möglich war. Zumal man keine Bildungsbürger als Gastarbeiter anwarb, sondern solche, die eben bereit waren hart zu arbeiten und nicht Bücher zu lesen. Viel Dankbarkeit für die "deutsche Oma" Naturgemäß lernten diese „einfachen Menschen“ die Sprache kaum, tatsächlich auch die italienischen Gastarbeiter nicht, die heute noch eigentlich mehr Italienisch mit einem sprechen als Deutsch. Was aber für viele weniger dramatisch ist, da „Va bene“, „Ciao“ oder „Grazie“ für viele deutsche Ohren einfach besser klingt als „Merhaba“ oder „Tesekkürler“. Aber das nur am Rande und auch nur deshalb, weil ein Irrglaube durch Deutschland geistert, es seien ja nur die türkischen Gastarbeiter, die nach wie vor kein Deutsch könnten - was so pauschal auch auf sie nicht zutrifft - aber wen interessieren schon Details? So oder so wuchs eine komplette zweite Generation in diesem Land auf, die hier geboren wurde, aber die Deutsche Sprache erst im Kindergarten oder gar in der Schule lernte.   Letzteres führte tatsächlich zu einigen schwierigen Bildungsbiographien, zu vielen Hauptschulempfehlungen oder gar Schulabbrüchen. Viele andere aus meiner Generation hingegen sind ihren Weg gegangen, sind heute erfolgreiche Mitglieder unserer Gesellschaft, engagieren sich sozial oder politisch und sind ihrer „deutschen Oma“ (meistens eine ältere Dame in der Nachbarschaft, die mit Kindern wie mir Hausaufgaben machte, und fast jeder aus meiner Generation hatte diese deutsche Oma) ewig dankbar sind, weil sie sich Zeit für uns nahm und mit uns Deutsch sprach. Von der Sorge, Falsches zu vermitteln Sie, verehrte Leserinnen und Leser, werden kaum jemanden aus meiner Generation treffen, der heute erfolgreich in seinem Job ist und zuhause schon Deutsch sprach. Ich jedenfalls bin dankbar dafür, dass meine Eltern mit mir eine Sprache gesprochen haben, die ich sonst wahrscheinlich nicht gelernt hätte. Und ich bin dankbar für Ihre Weitsicht, mit mir nicht eine Sprache gesprochen zu haben, die sie einfach nicht richtig beherrschten und deshalb die Sorge hatten, mir etwas Falsches zu vermitteln. Deshalb: Auch wenn heute jedes fünfte Kind zuhause kein Deutsch spricht, ist das kein Drama! Es ist die Realität einer Einwanderungsgesellschaft (ja, wir sind eine, wenn Sie Zweifel haben, schauen Sie in den Mikrozensus!), der wir jetzt vor allem auf Länderebene gerecht werden müssen. Denn die frühkindliche Kinderbetreuung ist Ländersache. Hier lohnt es sich, mehr in die Sprachförderung zu investieren, wie wir es beispielsweise in Nordrhein-Westfalen schon tun. Mehrsprachigkeit, egal ob die Muttersprache nun Englisch, Französisch, Türkisch oder Arabisch ist, ist kein Nachteil. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist nichts Schlimmes, wenn zuhause vorwiegend eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird, wenn die Kinder dieser Familien dafür frühzeitig in eine KiTa kommen, wo sie die deutsche Sprache erlernen können. Das haben wir in einer Zeit schon geschafft (in meiner Kindheit, also in den früheren 80er Jahren), als man auf die frühkindliche Sprachförderung vielleicht noch nicht so viel Wert gelegt hat, wie wir das heute tun, wo das politische Bewusstsein dafür viel ausgeprägter ist, als das noch in meiner Kindheit der Fall war. Und hey, aus mir ist auch etwas geworden: Ich bin studierte Kommunikationswissenschaftlerin und Germanistin. Nicht anderen Sprachen verteufeln, sondern an die Bereicherung denken Heute ist die Sprachwissenschaft zudem viel weiter. Es gibt kaum jemanden in dieser Disziplin, der heute noch glaubt, dass das Pflegen der Muttersprache in der Familie den Erwerb einer anderen Sprache erschwert. Das Gegenteil ist eher der Fall. Wir sollten also aufhören, uns von derartigen Nachrichten negativ beeinflussen zu lassen, die den Untergang Deutschlands beschwören. Wir sollten stattdessen auf allen Ebenen uns noch stärker für die frühkindliche Sprachförderung einsetzen. Dies darf der Bund finanziell nicht allein den Ländern aufbürden. Und wir müssen gleichzeitig Familien davon überzeugen, ihre Kinder früh genug vor der Einschulung in einer KiTa anzumelden, damit kein Kind aufgrund sprachlicher Defizite in der Schule benachteiligt wird. Das muss unsere gemeinsame Anstrengung sein, nicht das Verteufeln der Sprachen, die vielleicht nicht ganz so toll in unseren Ohren klingeln. Jede Sprache, die wir zusätzlich erlernen, ist wertvoll und eröffnet uns ganz andere Möglichkeiten. 5 Jahre nach „Wir schaffen das“: Was denken Bürger über Merkels bekanntesten Satz? 5000 Euro für ein Pfennig-Stück: Diese alten DM-Münzen bringen richtig viel Geld Sprachförderung in Kitas Weniger Kinder wachsen mit Deutsch auf Bei jedem fünften Kita-Kind wird einem Bericht zufolge zu Hause kaum Deutsch gesprochen. Der Anteil hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Die FDP fordert deswegen eine bessere Sprachförderung in Kitas. Jedes fünfte Kita-Kind spricht zu Hause eine andere Sprache als Deutsch. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf einen Bericht des Bundesfamilienministeriums nach einer Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Demnach gab es unter den 3,2 Millionen Kita-Kindern zuletzt etwa 675.000, in deren Familien Deutsch nicht vorrangig gesprochen wird. Das entspreche einem Anteil von 21,4 Prozent. Die Zahl sei in den vergangenen Jahren weiter gestiegen, im Jahr 2017 habe der Anteil noch bei 18,7 Prozent gelegen und 2018 seien es 19,4 Prozent gewesen. Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Katja Suding zeigte sich besorgt. "Sprache entscheidet, welche Chancen ein Kind im Leben hat", sagte sie. Sie forderte eine bessere Sprachförderung in den Kitas. Die Maßnahmen des Bundesfamilienministeriums kritisierte Suding als nicht ausreichend. Die Mittel des Bundesprogramms "Sprach-Kitas" müssten ab dem kommenden Jahr deutlich aufgestockt werden. Derzeit können Kitas mit besonderem Förderschwerpunkt 25.000 Euro vom Bund bekommen. Bundesweit ist etwa jede zehnte Kinderbetreuungsstäte eine sogenannte Sprach-Kita. Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. September 2020 um 12:50 Uhr..


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