40 Zitate Garten Seele

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Comic: „Und? Alles gut, Mama?“ BerlinNils Holgersson reist auf dem Rücken der Gänse über ganz Schweden. Eine wunderbare Reise, auch eine Bildungsreise für Kinder. Die schwedische Schriftstellerin Selma Lagerlöf schrieb diese Geschichte als landeskundliches Lesebuch für die Schule, sparte aber nicht mit fantastischen Einfällen. Wie die Verwandlung des 14-jährigen Nils in einen Winzling durch einen wütenden Wichtelmann. Oder eben der luftige Ritt auf dem Rücken der Hausgans Martin, die vom großen Freiheitsdrang erfüllt ihren wilden Artgenossen hinterherfliegt. Die altehrwürdige Anführerin der Gänse, Akka von Kebnekaise, die Nils die Rückkehr zu den Eltern und die Rückverwandlung in einen Menschen ermöglicht. An dieses Kinderbuchglück erinnert Melanie Garanin zu Beginn ihrer autobiografischen Bildergeschichte „Nils“ und lässt dafür auf einer großen, Aquarell-lichten Doppelseite aus der Vogelperspektive einen Schwarm Gänse vorbeiziehen. Unten auf der Wiese steht der kleine Nils, ihr Sohn. Herbst 2014, die Vögel ziehen nach Süden. Nach Rügen, versteht Nils und springt ganz aufgeregt herum. „Stimmt“, antwortet die Mutter, „die fliegen in den Süden. Über Rügen wahrscheinlich.“ „Auf jeden Fall“, weiß der Kleine. „Da müssen wir dich aber gut festhalten, damit die dich nicht mitnehmen wie den kleinen Nils Holgersson in der Geschichte.“ – „Haaaa-ha. Mama. Geht doch gar nicht.“ – „Nein. Geht nicht.“ Carlsen-Verlag/Melanie Garanin Das Buch Melanie Garanin: „Nils. Von Tod und Wut. Und von Mut.“ Carlsen-Verlag, Hamburg 2020. 200 Seiten, 22 Euro. Lesungen: Am Sonnabend, dem 5. September, ist Melanie Garanin zu Gast im Berliner Buchladen Ocelot. Von 16 bis 17 Uhr wird sie dort auch ihren Comic signieren. Der Eintritt ist frei. Brunnenstraße 181, 10119 Berlin-Mitte Am 10. Oktober, 20 Uhr, spricht Melanie Garanin in unmittelbarer Nähe zu den Schauplätzen ihres autobiographischen Comics mit Gesa Ufer (RBB/Radioeins) in der Buchhandlung Kapitel 8, Bahnhofstraße 8, 14612 Falkensee. Lagerlöfs „Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson“ erzählt aber noch eine andere, weitaus düstere Geschichte. Sie handelt von Åsa und ihrem kleinen Bruder Mats. Beide sind Freunde von Nils, mit ihm haben sie oft Gänse gehütet. Plötzlich sterben die Mutter und alle Geschwister von Åsa und Mats. Schnell kursiert der Aberglaube, der Fluch einer alten Zigeunerin habe damit zu tun. Der Vater verlässt vor Kummer seine beiden überlebenden Kinder. Die erfahren eines Tages, dass ihre Mutter und ihre Geschwister gar nicht an einem Fluch, sondern an Tuberkulose gestorben sind. Sie machen sich auf die Suche nach dem Vater, ihm von der wahren Todesursache zu erzählen und nach Hause zu holen. Herbst 2016, wir blättern wenige Seiten in Garanins Comic weiter. Die Mutter besucht einen Friedhof. Sie besucht ihren Sohn Nils. Der Junge ist gestorben. Rückblick, Anfang 2015: „Er war einfach viel krank. Und lange. Mit hohem Fieber, das sich nicht senken ließ. Schließlich mussten wir ins Krankenhaus.“ Die Diagnose lautet: Leukämie. Das fühlt sich alles unwirklich an, auch der Tod ist noch weit weg. „Am Ende des Tages liegen wir beide in einem Krankenbett. Nils ist verkabelt, er bekommt seine erste Bluttransfusion, Medikamente – und sein Zeh leuchtet rot durch die Nacht.“ Das Pulsoxymeter, es misst auch den Sauerstoffgehalt im Blut. Eine Lebensversicherung. Ein Apparat. Alarmbereit. Der Comic „Nils“ handelt von einer Katastrophe. Das eigene Kind zu verlieren, ist schon als Gedanke kaum zu ertragen. Die Erfahrung des viel zu frühen, eben durch keine „natürliche“ Alters- und Sterbeordnung begründeten Tod ist besonders grausam, besonders schroff. Garanin teilt das schier Sinnlose und Überfordernde in viele überschau- und handhabbare Etappen: Sie erzählt ihre Geschichte in zumeist kleinen und wuseligen Zeichnungen, die sich nicht zu einer comictypischen Seitenaufteilung fügen, einer strengen Panelordnung, sondern eher turbulenten Tagebuchcharakter haben und als quirlige Bild-Text-Knäuel erscheinen. Kurzum, Garanin verteilt den monströs großen Tod auf viele kleine Abschiede. Das Leben muss neu organisiert werden, die Familie auch: Nils marschiert vorneweg. Foto: Carlsen-Verlag/Melanie Garanin Alltagsbegebenheiten und Ausnahmezustand: Das Leben geht weiter, muss aber neu organisiert werden. Es gibt noch einen Vater, drei ältere Geschwister, ein Pferd, ein Pony, zwei Hunde, ein Katze – Garanin stellt sie uns alle vor. Und zeigt die Besuche im Krankenhaus mit wilden Dreirad-Wettrennen über die endlosen Flure, die Mutperlenkette am Tropfständer, die Chemotherapie, die Medikamente, von denen einige wütend machen, andere wiederum hungrig, die Arztvisiten und das stets harsche, nie weiche, anteilnehmende, von Garanin stets in Druckbuchstaben gesetzte Diagnose-Kauderwelsch, die Familienabende zu Hause, kuscheln, spielen im Garten … Nils stapft ein letztes Mal durchs Planschbecken. Sommer 2015. „Wir malen Schneemänner bei 31 Grad.“ Die Familie steht Kopf. Ein elendes Hin und Her. Zuerst war noch Hoffnung, Nils ging es nach einigen Tagen im Krankenhaus wieder besser. Dann, ein Wunder, die Leukämie ließ sich nicht mehr nachweisen. Endlich raus aus der Klinik! „Eine glückliche Zeit.“ Sie währt nur kurz, zurück in die Klinik, Fieber, Bauchschmerzen, die Ärzte wissen nicht weiter. „Nils stirbt am Morgen des 5. Juli.“ Aber der Irrsinn hört noch nicht auf, nun treibt der gut begründete Verdacht die Eltern um, Nils sei von den Ärzten falsch behandelt worden, könnte also noch leben. Der Staatsanwalt ermittelt. Nach über einem Jahr wird das Verfahren eingestellt. „Fuckfuckfuck. You.“ Die bösen Geister kommen beim Aufwachen, der Albdruck, die Erinnerung, der Schmerz. Bloß nicht liegenbleiben. Foto: Carlsen-Verlag/Melanie Garanin Trauerarbeit, Liebesbeweis: „Kein Mensch kann den anderen von seinem Leid befreien; aber er kann ihm Mut machen, das Leid zu tragen.“ Dieses Zitat Selma Lagerlöfs ist dem Comic vorangestellt. Melanie Garanin hat ihren Sohn bis zum Tode begleitet, ihm nicht sein Leid nehmen können, aber ihm geholfen, es zu tragen. Eine unendlich berührende Geschichte. Als Künstlerin fing Garanin an, die Trauer mit anderen zu teilen, zuerst auf ihrer Website, dann mit dem Buch, das nun erschienen ist und von all der Trauer, der Erbitterung und Verzagtheit der Eltern handelt, aber auch von der Freude, der Hoffnung und Heiterkeit, die in ein so kurzes Leben wie das von Nils hineinpassen. Er wurde drei Jahre alt. Ob Garanin mit ihrem Comic anderen Mut macht? Die Künstlerin hat die Gabe, mit ihrer geradezu klassischen Technik – Federzeichnung und Aquarellkolorierung – jedem Ding eine Seele einzuhauchen. Das verleiht „Nils“ immer dann eine ins Fantastische reichende Leichtigkeit, wenn es allzu unerträglich, todes- und unglücksschwer wird. Garanin, 1972 geboren, studierte Zeichentrick in Potsdam-Babelsberg und hat für verschiedene Verlage etliche Kinder- und Jugendbücher illustriert, unter anderem die beliebte „Pippa Pepperkorn“-Reihe von Charlotte Habersack (Carlsen). Ihr erster großer Comic ist nun eine Überraschung: „Nils“ ist meisterhaft gelungen. Ein großes Stück grafischer Literatur! Und mit der bei Lagerlöf entliehenen Einbildungskraft fliegen am Schluss noch einmal die Gänse. Färben sich die Bäume in ein prächtig leuchtendes herbstliches Gelb. Reitet Nils mit einer großen Ritterarmee vor. Schwerter, Rüstungen, Pferde – alles, was der Junge so geliebt hat. Eine letzte Erinnerung, die aus der Zukunft kommt. „Und? Alles gut, Mama?“ – „Schon besser, Nils, ein bisschen besser. Gut, dass du da warst. Immer da bist. Und jetzt flieg.“ Die gelbe Bank am Grab von Nils. An seinem Todestag wird sie geschmückt – es ist sein Himmelsgeburtstag. Foto: Carlsen-Verlag/Melanie Garanin.


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